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Politik

Merz wertet Ergebnisse des G7-Gipfels als Erfolg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 17.06.2026 • 18:00 Uhr

Nach dem G7-Gipfel hat Bundeskanzler Merz im ARD-Interview eine positive Bilanz gezogen. Auf die Entwicklung in der Straße von Hormus blickt er zuversichtlich. Und für Präsident Trump hatte er viel Lob übrig.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den G7-Gipfel im französischen Évian als Erfolg gewertet. Insbesondere beim Krieg der USA gegen Iran habe man auf dem Gipfel Fortschritte gemacht.

So sprach Merz in Bezug auf die Straße von Hormus von positiven Entwicklungen. „Es gibt Anlass zur Zuversicht, dass diese Straße wirklich wieder für den Schiffsverkehr vollständig und gebührenfrei geöffnet wird“, sagte Merz im Interview mit der ARD. „Das ist nicht nur für die Preise in Europa wichtig. Das ist für die Verfügbarkeit von Öl und Gas in Asien wichtig, denn das hat die Preise in Europa ja mit nach oben getrieben.“

Die US-Militärmission der USA gegen Iran wertete Merz im ARD-Interview insgesamt als Erfolg. Es gebe eine „deutliche Schwächung des Terrorismus in der Region.“ Das gelte für das gesamte Umfeld – die Huthis, Hisbollah und die Hamas, so Merz. „Und auch die Fähigkeit der iranischen Regierung, Atomwaffen zu produzieren, ist für Jahre geschwächt, zurückgeworfen, möglicherweise beseitigt.“

Merz lobt Verhältnis zu Trump

Sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump sieht Merz trotz der Verstimmungen wegen des Iran-Kriegs in den vergangenen Woche nicht als getrübt. „Wir haben hier sehr sehr gut zusammengearbeitet“, sagte Merz im Interview mit der ARD.

Das Verhältnis sei ordentlich und produktiv gewesen. Man sei mit einer Einigkeit auseinandergegangen, „wie ich es im letzten Jahr nicht wahrgenommen habe und wie es auch das ganze Jahr dazwischen nicht war“.

Merz: Israel darf nicht Konflikttreiber werden

Mit Blick auf die Lage in Nahost kommt Israel laut Merz eine besondere Rolle zu. „Wichtig ist, dass dieser Konflikt jetzt beendet wird und Israel darf nicht zum Konflikttreiber werden, sondern muss eine aktive Rolle einnehmen, den Konflikt jetzt zu beenden – und die Chance gibt es“, sagte Merz im Interview mit der ARD.

Israels Regierung hatte nach Bekanntwerden der US-iranischen Rahmenvereinbarung erklärt, sie werde „beim Schutz unserer Bürger keine Kompromisse eingehen“. Ungeachtet des Abkommens hatte Israels Premier Benjamin Netanjahu angekündigt, weiter Soldaten in den besetzten Gebieten im Libanon stationieren. In den vergangenen Tagen hatte es weiter gegenseitige Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gegeben.

Fortschritte beim Thema Ukraine-Krieg

Einigkeit herrschte auf dem G7-Gipfel auch in der weiteren Unterstützung der Ukraine. Man habe mit Präsident Trump intensiv darüber gesprochen, was die G7 für ein Ende des Krieges beitragen könnten, sagte Merz. „Nur aus einer Position der Stärke heraus wird Russland einsehen, dass es keine Chance hat, diesen Krieg militärisch zu gewinnen. Und da sind wir ein großes Stück weitergekommen in der Übereinkunft in dieser Vorgehensweise“, so Merz im Interview mit der ARD.

Die G7-Staaten hatten angekündigt, Engpässe bei der Versorgung der Ukraine mit Waffen über die Vergabe von Produktionslizenzen beseitigen. Die Ukraine leidet vor dem Hintergrund massiver russischer Angriffe vor allem unter akuten Engpässen bei Luftabwehrraketen.

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