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Startseite»Nachrichten»Die USA im Stich gelassen“: Trump legt nach: Meloni „steht in Beliebtheitsskala schlecht da
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Die USA im Stich gelassen“: Trump legt nach: Meloni „steht in Beliebtheitsskala schlecht da

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Die USA im Stich gelassen“Trump legt nach: Meloni „steht in Beliebtheitsskala schlecht da“

Trump und Meloni auf dem G7-Gipfel in Frankreich. (Foto: REUTERS)

Ungewöhnlich hart geht Donald Trump erneut auf Giorgia Meloni los. Der US-Präsident lästert über die italienische Ministerpräsidentin, und macht Italien schwere Vorwürfe.

Der verbale Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geht in eine neue Runde. „Meloni bat mich während des G-7-Gipfels in Frankreich immer wieder um ein gemeinsames Foto“, schrieb Trump am Samstagmorgen (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social.

„In Italien steht sie in der Beliebtheitsskala schlecht da“, schreibt Trump weiter, und liefert gleich einen Grund dazu: „Möglicherweise, weil sie die Vereinigten Staaten von Amerika – ein Land, das Italien wirklich liebt und beschützt – im Stich gelassen hat, als es darum ging, den Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu erwerben oder zu entwickeln (aber das hat übrigens auch die NATO getan!)“.

Kurz nach dem G7-Gipfel im französischen Évian hatte Trump am Freitag mit Bemerkungen über Meloni einen politischen Eklat ausgelöst. In einem Telefoninterview mit dem italienischen Sender La7 sagte der US-Präsident: „Sie hat mich angefleht, ein Foto mit ihr zu machen.“ Er habe dem zugestimmt, weil er „Mitleid“ mit Meloni gehabt habe. Diese könne sich „glücklich schätzen“, dass er sich mit ihr unterhalten habe. „Ich musste gar nicht mit ihr reden.“

Meloni nennt Trumps Aussagen erfunden

„Die Aussagen von Donald Trump sind völlig erfunden“, sagte daraufhin Meloni auf Instagram. „Ich bin, ehrlich gesagt, fassungslos. Ich kann nur sagen, dass es enttäuschend ist, dass er gegenüber den Feinden des Westens und der USA nicht dieselbe Entschlossenheit zeigt – deren Anführer behandelt er stattdessen mit weitaus größerer Nachsicht“, erklärte sie. „An eine Sache sollte er sich erinnern: Weder ich noch Italien treten jemals als Bittsteller auf“, fügte sie an.

Italiens Außenminister Antonio Tajani teilte auf X mit, Trumps Äußerungen seien ein Schlag ins Gesicht für das ganze Land. „Die schweren und beleidigenden Worte von Präsident Trump gegenüber Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verletzen ganz Italien“, schrieb er. Zudem sagte er eine für kommende Woche geplante Reise in die USA ab.

„Nein, danke!!!“

Trump reagierte nun offenbar auf den Protest aus Italien. In dem Truth-Social-Post warf er dem Land vor, den USA die Nutzung von Landebahnen im Krieg gegen den Iran untersagt zu haben. Das sei „eine große logistische Unannehmlichkeit“ gewesen. „Und das, obwohl die USA jährlich Hunderte von Milliarden Dollar zum Schutz Italiens und anderer ’sogenannter‘ NATO-Verbündeter beitragen“, fügte Trump an. „Jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran militärisch besiegt haben, möchte sie wieder Freundschaft schließen, um ihre ‚Umfragewerte zu verbessern‘. Nein, danke!!!“, so Trump.

Zu Beginn des Iran-Kriegs hatten mehrere europäische Nato-Staaten eine direkte Hilfe für die USA abgelehnt. Manche Staaten, etwa Spanien, verweigerten auch Überflugrechte.

Vor wenigen Tagen haben die USA und der Iran eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Weg zum Frieden in Nahost ebnen soll. Die Kämpfe in der Region sollen demnach eingestellt und die Straße von Hormus wieder befahrbar sein. Zudem sollen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

Während der US-Präsident das als Sieg feiert, sind viele Beobachter und Experten skeptisch. Denn viele Fragen sind noch ungeklärt, zum Beispiel die Zukunft des iranischen Atomprogramms. Solche Themen sollen in den kommenden 60 Tagen verhandelt werden. Unklar ist auch, ob sich Israel an die Feuerpause hält – so flammten zuletzt wieder die Kämpfe im Libanon gegen die vom Iran unterstützte Terrormiliz Hisbollah auf.

Quelle: ntv.de, mli

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