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Startseite»Nachrichten»Rote Teufel blass: Zehn Belgier verpassen Befreiungsschlag gegen Iran
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Rote Teufel blass: Zehn Belgier verpassen Befreiungsschlag gegen Iran

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Rote Teufel blass

Zehn Belgier verpassen Befreiungsschlag gegen Iran

21.06.2026 | 23:01 Uhr

Belgien bleibt bei der WM sieglos. Der ewige Geheimfavorit tut sich gegen den Iran schwer und kassiert zu allem Überfluss einen Platzverweis. Am Ende steht ein Remis, das noch keinem wehtut.

Zweites Spiel, zweiter Punkt: Irans Fußballer haben sich trotz ihrer schwierigen Umstände bei der WM auch gegen Belgiens enttäuschende Altstars ein Remis erkämpft. Das Team Melli von Trainer Ali Ghalenoei, das rund 30 Minuten in Überzahl agierte, trotzte den Roten Teufeln um den ideenlosen Anführer Kevin De Bruyne (34) mit der ältesten Startelf der WM-Geschichte ein 0:0 ab und wahrte seine Chancen auf die K.o.-Runde. 

Die Belgier blieben erneut hinter den Erwartungen zurück, haben aber ebenfalls alle Möglichkeiten auf das Weiterkommen. Die Iraner, deren Hymne vor der Partie einmal mehr von Tausenden regimekritischen Exil-Iranern ausgepfiffen wurde, haben wie die Belgier in Gruppe G zwei Zähler auf dem Konto. 

Belgien – Iran 0:0

Belgien: Courtois – Meunier (58. Castagne), Ngoy, Mechele, de Cuyper – Raskin (58. Vanaken), Tielemans – Saelemaekers (58. Lukebakio), De Bruyne (87. Fernandez-Pardo), Trossard – Lukaku (73. Theate). – Trainer: Garcia

Iran: Beiranvand – Hardani (46. Jahanbakhsh), Kanaani, Khalilzadeh, Nemati, Haji Safi (66. Mohammadi) – Rezaeian, Ghoddos (79. Moghanloo), Ezatolahi (85. Hosseinzadeh), Mohebi (66. Torabi) – Taremi. – Trainer: Ghalenoei

Schiedsrichter: Dario Herrera (Argentinien)

Rote Karte: Ngoy (Belgien) nach einer Notbremse (66.)

Gelbe Karten: Lukaku – Ezatolahi

Zuschauer: 70.317 

Und der Überraschungssieg in Los Angeles wäre für den Iran möglich gewesen: Ein vermeintlicher Treffer von Kapitän Mehdi Taremi (25.) wurde wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Zudem spielte der dreimalige Asienmeister nach einer Roten Karte gegen Belgiens Nathan Ngoy (66.) lange mit einem Mann mehr. Für die im Schnitt 32,52 Jahre alte Startelf der Iraner – älter war nie eine erste Elf bei einer Endrunde – ist es dennoch ein Erfolg.

Belgien gegen Neuseeland unter Druck

Im gehobenen Fußballeralter sind auch die Leistungsträger der Belgier, und die enttäuschten erneut: Sturmtank Romelu Lukaku spielte unauffällig, De Bruynes Bemühungen blieben wirkungslos. Die erhoffte Reaktion nach dem durchwachsenen Auftakt gegen Ägypten (1:1) blieb aus. Der WM-Dritte von 2018 steht vier Jahre nach dem Vorrundenaus in Katar beim Gruppenabschluss gegen Neuseeland unter Druck.

Die Belgier mussten auf ihren Dribbelkünstler Jeremy Doku (Atemwegserkrankung) verzichten, dafür beorderte Trainer Rudi Garcia Angreifer Lukaku nach dessen schwungvollem Joker-Einsatz gegen Ägypten in die Startelf. Die Iraner hatten ganz andere Probleme: Das Team Melli kam aufgrund der Reiserestriktionen erst 16 Stunden vor dem Anpfiff am Spielort im Süden Kaliforniens an und sah sich in seiner Vorbereitung massiv gestört, was Trainer Ghalenoei einmal mehr scharf kritisierte. 

Und die Iraner standen von Beginn an unter Druck. Ein Abschluss von De Bruyne wurde in höchster Not geblockt, den Nachschuss von Maxim de Cuyper parierte Irans Keeper Alireza Beiranvand (9.). Auf der Gegenseite verhinderte Thibaut Courtois mit einem starken Reflex das 1:0 der Iraner durch Hossein Kanaani (14.). Der Iran blieb gefährlich und ging vermeintlich in Führung: Taremi traf nach einer Freistoßvariante – stand nach Überprüfung durch den VAR aber ganz knapp im Abseits.

Unnötige Notbremse verändert das Spiel

Die Belgier hatten extrem viel Ballbesitz, wussten damit aber nur wenig anzufangen. Einen Volleyschuss von de Cuyper (44.) parierte Beiranvand. Nach dem Seitenwechsel ergab sich das gleiche Bild, bei ihren Ausflügen in die Offensive wurden die Iraner gefährlich: Taremi verpasste das 1:0 aus kurzer Distanz, Courtois parierte erneut stark (54.).

Dann wurde es wild: Nach einem Querpass von De Bruyne bekam de Cuyper den Ball aus vier Metern nicht im Tor unter, Beiranvand war einmal mehr zu Stelle (59.). Ngoy leistete sich dann eine unnötige Notbremse und veränderte die Statik des Spiels.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid

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