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Startseite»Politik»USA-Iran-Verhandlungen: Vermittler sehen „ermutigende Fortschritte“
Politik

USA-Iran-Verhandlungen: Vermittler sehen „ermutigende Fortschritte“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 22.06.2026 • 08:04 Uhr

Die erste Gesprächsrunde zwischen den USA und Iran in der Schweiz ist beendet. Offenbar gab es Annäherungen. So soll es mehr Austausch geben – etwa über die Lage in der Straße von Hormus.

Die USA und Iran haben sich auf einen Fahrplan zu einem dauerhaften Friedensabkommen verständigt. Nach der ersten Verhandlungsrunde in der Schweiz soll es die ganze Woche über weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan erklärten, das Ziel bleibe ein finales Abkommen innerhalb von 60 Tagen.

Die Spitzengespräche in einem Luxushotel auf dem Berg Bürgenstock in den Schweizer Alpen gingen bis in die frühen Morgenstunden. Auf US-Seite hatte Vizepräsident JD Vance die Delegation angeführt, auf der iranischen Seite Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Die Vermittlerstaaten sprachen von einer konstruktiven Atmosphäre und „ermutigenden Fortschritten“.

Gesprächsforen für Straße von Hormus und Libanon

Es sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu vermeiden, erklärten die Vermittler weiter. Die Meerenge ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für den Handel mit Dünger, Öl und Flüssigerdgas aus den Staaten am Persischen Golf.

Außerdem soll zusammen mit dem Libanon eine Art Konfliktlösungsstab eingerichtet werden, damit die Gefechte in dem Land enden, wie es in der Erklärung hieß. Im Libanon bekämpfen sich Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz.

Signale der Entspannung im Libanon

Die anhaltende Gewalt hatte schon in den vergangenen Wochen die Suche nach einer Verhandlungslösung erschwert. Die USA und Iran hatten eine Waffenruhe im Libanon in ihre Rahmenvereinbarung aufgenommen, ohne Israel direkt an diesen Gesprächen zu beteiligen. Washington übt diplomatischen Druck auf die Regierung von Premier Benjamin Netanjahu aus, die ein Ende der Kämpfe ablehnt.

Zuletzt gab es in der Region vorsichtige Signale der Entspannung. Die Intensität der Angriffe ließ nach. Am Abend kündigte Israel an, alle kriegsbedingten Einschränkungen in seinen nördlichen Grenzgebieten aufzuheben. Netanjahu betonte gleichwohl, israelische Truppen sollten „so lange wie nötig“ im Süden des Libanon bleiben.

Erleichterung an Finanzmärkten

Am Samstag noch hatte Iran wegen der Lage im Libanon erklärt, die Straße von Hormus sei wieder geschlossen. Das US-Militär widersprach dieser Darstellung. US-Präsident Donald Trump veröffentlichte während der Verhandlungen in der Schweiz neue Drohungen gegen Iran. Dass beide Seiten nun im Gespräch bleiben, sorgte an den Finanzmärkten für Erleichterung.

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