Eine Woche Strandurlaub oder mal in die Berge fahren: Ein Fünftel der Menschen in Deutschland kann sich das laut Statistischem Bundesamt nicht leisten. In anderen EU-Ländern sind sogar noch mehr Menschen betroffen.
Urlaub ist für viele Menschen in Deutschland unbezahlbar: Wie schon im Vorjahr lebte 2025 gut jede fünfte Person (21 Prozent) in einem Haushalt, der sich nach eigener Einschätzung keine einwöchige Urlaubsreise leisten konnte. Insgesamt waren das 17,3 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.
Haushalte mit nur einem Einkommen besonders oft betroffen
Menschen aus Haushalten, in denen nur eine Person Geld verdient – wie zum Beispiel Alleinerziehende oder Singles – gaben am häufigsten an, Abstriche bei der Urlaubsplanung machen zu müssen. 39 Prozent der Alleinerziehenden können sich demnach den Urlaub nicht leisten. Zum Vergleich: Bei Haushalten mit zwei Erwachsenen und ohne Kinder liegt die Statistik bei 16 Prozent.
Wer über maximal 1.600 Euro netto im Monat verfügt, hat laut Statistischem Bundesamt die größten Schwierigkeiten, sich den Urlaub finanzieren zu können. Rund die Hälfte der Menschen aus dieser Gruppe ist betroffen. Aber auch Personen aus höheren Einkommensgruppen haben laut der Statistik häufiger angegeben, nicht mehr in die Ferien fahren zu können.
Große Unterschiede in EU-Ländern
Auch in anderen europäischen Ländern haben die Menschen nach Angaben des Bundesamtes wenig Geld für den Urlaub zur Verfügung. Insgesamt müssen 28 Prozent der EU-Bürgerinnen und Bürger auf Ferien verzichten.
Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Staaten: 61 Prozent der Bevölkerung in Rumänien und 47 Prozent in Griechenland gaben an, sich den Urlaub nicht leisten zu können. Am seltensten sind die Menschen in Luxemburg (11 Prozent), Schweden (12 Prozent) und in den Niederlanden (13 Prozent) betroffen.
