Hilfe beim Kampf gegen den KrebsJohann Lafer dankt Freunden wie Günther Jauch
Ende Mai macht Starkoch Johann Lafer öffentlich, an Krebs zu leiden. Jetzt meldet er sich erneut zu seiner Erkrankung zu Wort und gibt dabei auch preis, wer ihm unterstützend zur Seite steht.
Der österreichische Starkoch Johann Lafer hat weitere Einblicke in seinen Kampf gegen den Krebs und die Unterstützung aus seinem Umfeld gewährt. Nach Bekanntwerden seiner Erkrankung habe er viel Zuspruch erhalten, sagt er in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung.
Zahlreiche Menschen wünschten dem 68-Jährigen auf Instagram, wo er seine Erkrankung öffentlich gemacht hatte, gute Besserung. Unter ihnen befanden sich auch Promis wie Lafers Kochkollegen Ralf Zacherl und Nelson Müller, die Moderatorin Ruth Moschner oder der Rapper Marteria.
Doch auch abseits des sozialen Netzwerks erhielt Lafer persönliche Nachrichten von bekannten Weggefährten. „Günther Jauch, Johannes B. Kerner, Marcel Reif, Joko Winterscheidt – sie alle haben von Anfang an geschrieben und gesagt: ‚Johann, wenn du etwas brauchst, wir helfen dir'“, so Lafer im „Bild“-Gespräch. Diese Unterstützung aus seinem Umfeld habe ihn sehr bewegt. „Da waren Leute dabei, von denen ich 30 Jahre nichts mehr gehört habe. Menschen, mit denen ich einmal gearbeitet habe oder die heute in Kalifornien leben“, erklärt er. Diese Anteilnahme zeige ihm, „dass ich noch präsent bin“.
Dass er derzeit trotz der Krankheit selektiv arbeite, tue ihm gut, versichert Lafer. Es lenke ihn „vom wesentlichen Problem“ ab. Je mehr Zeit man habe, umso mehr denke man auch nach. Gleichwohl stürze er sich aber auch nicht in die Arbeit: „Alles, was nicht wichtig ist, habe ich abgesagt.“ So etwa auch eine Geburtstagsfeier, zu der er sich nicht in der Lage gefühlt habe. Schließlich verlange ihm die Behandlung körperlich viel ab: „Zurzeit bin ich schon ein bisschen angezählt, weil die Chemo sehr anstrengend ist.“
Diagnose schon vor zweieinhalb Jahren
Lafer, der nicht zuletzt aus diversen Kochsendungen im deutschen TV bekannt ist, hatte seine Erkrankung Ende Mai öffentlich gemacht. Bei ihm sei ein „indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom“ festgestellt worden, erklärte er damals auf Instagram. Für ihn und seine Familie sei dies „zunächst ein großer Schock“ gewesen, aber umso dankbarer seien sie alle, „dass die Behandlung gut anschlägt und sich die Situation positiv entwickelt“.
Lafer betonte, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Er freue sich, weiterhin der Arbeit nachgehen zu können, merkte er damals bereits an. „Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, das Kochen und die Begegnungen mit Menschen geben mir viel Kraft, Zuversicht und Freude.“
Der „Bild“-Zeitung offenbarte Lafer ebenso Ende Mai, dass der Lymphdrüsenkrebs schon vor etwa zweieinhalb Jahren zufällig entdeckt worden sei. Nachdem mehrere Lymphknoten entfernt worden seien, habe sich die Diagnose bestätigt. Anfang dieses Jahres habe sich sein Zustand deutlich verschlechtert, weshalb er mit der Chemotherapie begonnen habe.
