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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor teils extremer Wärmebelastung. Veranstaltungen werden vorsorglich abgesagt, die Deutsche Bahn bietet kostenfreie Stornierungen an. Die Lage im Überblick.
Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank hat vor der erhöhten Waldbrandgefahr aufgrund des heißen Wetters gewarnt. In Wäldern sei Grillen, offenes Feuer sowie das Rauchen verboten – auch auf Waldspielplätzen. Auch auf Wald- und Forstwegen abgestellte Fahrzeuge könnten Brände auslösen, wenn heiße Katalysatoren trockenes Unterholz entzünden.
Fegebank warnte ebenso vor dem Baden in der Elbe. Das sei „schlicht und einfach lebensgefährlich“. „Die unberechenbaren Unterströmungen, die durch den Schiffsverkehr zusätzlich verstärkt werden, werden regelmäßig unterschätzt und bedeuten akute Lebensgefahr selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer“, teilte die Umweltbehörde der Hansestadt mit.
Die Deutsche Bahn ermöglicht wegen der erwarteten Hitze kostenlose Stornierungen. Reisende, die ihre Reise aufgrund der Extremwetterlage nicht antreten wollen, sollen ihr Geld zurückbekommen.
Der BFV verschiebt aufgrund der Hitze einige Spiele. Für Aufstiegs-, Abstiegs- und Meisterschaftsentscheidungen relevante Partien werden in die Morgen- oder Abendstunden verlegt.
Wegen des niedrigen Wasserpegels in Bächen und Flüssen hat die Stadt Dresden ein Wasserentnahmeverbot verhängt. Bis Ende Oktober dürfen Eigentümer und Anlieger nach derzeitigem Stand kein Wasser aus den „oberirdischen Gewässern“ der Stadt entnehmen. Das gelte für große Gewässer wie die Weißeritz und die Prießnitz sowie für kleinere Bachläufe. Untersagt ist auch das „Schöpfen mit Handgefäßen“. Die „extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen werden können“, wie es in der Anordnung der Stadt heißt.
Bei Missachtung des Verbots droht ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro, teilt die Stadt weiter mit. Nicht betroffen von dem Verbot sind diejenigen, die eine wasserrechtliche Erlaubnis besitzen. Auch das Grundwasser dürfe aktuell weiter genutzt werden.
Falsche Wetterkarten und Versuche, den Klimawandel zu verharmlosen – die Hitzewelle sorgt dafür, dass zahlreiche Falschinformationen im Netz kursieren.
Angesichts der hohen Temperaturen mahnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), auch beim Baden umsichtig zu sein. Badende sollten langsam und behutsam ins Wasser gehen, riet Robert Büschel vom DLRG-Landesverband Brandenburg im Interview mit dem rbb. Man solle nicht, nachdem man drei Stunden in der brütenden Hitze gelegen habe, einfach ins Wasser springen.
Gerade bei Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern oder kleineren Kindern solle man so nah dran sein, dass man im Ernstfall zupacken könne.
Der Deutsche Wetterdienst warnt auch heute in weiten Landesteilen vor starker, im Westen und Südwesten teils extremer Wärmebelastung. In Norddeutschland soll die Temperatur auf bis zu 33 Grad Celsius steigen, sonst erreichen die Werte laut Prognose bis zu 37 Grad Celsius.
Im Westen und Südwesten Deutschlands könnten es lokal sogar bis zu 40 Grad Celsius werden.
