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Startseite»Nachrichten»Erpresst Türken in Deutschland: BKA beobachtet neue „GenZ-Mafia“ aus der Türkei
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Erpresst Türken in Deutschland: BKA beobachtet neue „GenZ-Mafia“ aus der Türkei

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Erpresst Türken in DeutschlandBKA beobachtet neue „GenZ-Mafia“ aus der Türkei

Razzia gegen Waffenhandel und Organisierte Kriminalität Mitte Mai in Berlin-Kreuzberg. (Foto: picture alliance/dpa)

Türkische Banden drangsalieren neuerdings verstärkt ihre Landsleute in Deutschland. Insbesondere Ladeninhaber sollen hohe Schutzgelder bezahlen, berichtet das Bundeskriminalamt. Diese neue Mafia-Generation sei lose über soziale Netzwerke verknüpft.

Das Bundeskriminalamt (BKA) beobachtet eine Zunahme von Straftaten und Gewaltdelikten junger türkeistämmiger Banden in Deutschland. Seit Mitte des vergangenen Jahres sei in Deutschland „verstärkt eine neue Form der Organisierten Kriminalität mit Bezügen zu türkeistämmigen Gruppierungen zu beobachten“, teilte ein Sprecher des BKA der Funke Mediengruppe mit. Die Kriminalermittler stellen eine „bundesweite Zunahme von Gewaltdelikten mittels Verwendung von Schusswaffen“ fest. Oftmals geht es demnach um Erpressungen oder Bedrohungen von türkischen mittelständischen Unternehmen, insbesondere in Städten mit einem hohen türkischen Bevölkerungsanteil.

Mitglieder dieser neuen kriminellen Gruppierungen stammen laut BKA „ursprünglich aus der Türkei“ und werden aufgrund ihrer Altersstruktur durch türkische Medien auch als die „Mafia der neuen Generation“ und sogenannte „GenZ-Mafia“ bezeichnet. Der Sprecher des Bundeskriminalamts sagte: „Im Vergleich zu ‚klassischen Mafia-Gruppierungen‘, die oftmals hierarchisch strukturiert sind, vorrangig im Verborgenen agieren und öffentlichkeitswirksame Auftritte eher vermeiden, handelt es sich bei der sogenannten ‚GenZ-Mafia‘ oftmals um eher lose Netzwerke, die unter Nutzung von Social Media in Verbindung bleiben.“

Zunahme der Schusswaffenkriminalität

Dabei greifen die organisierten Kriminellen laut BKA auch auf Schlusswaffen aus der Türkei zurück. „Der illegale Handel, die Verbreitung und letztlich die Verfügbarkeit illegaler Schusswaffen erhöhen in diesem Kontext zusätzlich die Gefahr für die öffentliche Sicherheit“, so der Sprecher des Bundeskriminalamts. Unter anderem würden in der Türkei produzierte Schreckschusswaffen wiederholt als „voll-funktionsfähige, letale, illegal umgebaute Schusswaffen in Deutschland sichergestellt“. Der BKA-Sprecher hob hervor: „Daneben gewinnt aktuell das Phänomen illegal gefertigter Fälschungen von Schusswaffen an Bedeutung.“ Derartige Fälschungen von Schusswaffen seien bekannten Originalmodellen „täuschend echt nachgebaut, jedoch außerhalb legaler Produktions- und Vertriebsstrukturen hergestellt“.

Nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität waren Polizei und Justiz vor allem in Berlin zuletzt verstärkt gegen organisierte Kriminalität vorgegangen. Bei der Polizei wurde die Sondereinheit „Ferrum“ gegründet, die Staatsanwaltschaft zog mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ nach. Im Fokus von Razzien und Durchsuchungen standen nach Angaben der Ermittler Banden im Fokus, deren Anführer von der Türkei aus agieren und die in Berlin und anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.

Quelle: ntv.de, mau

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