Auch britische Könige zahlen Steuern: Wie viel genau, hat König Charles jetzt als erster Monarch offengelegt. Außerdem kündigte er an, nach Abschluss der Renovierungen nicht mehr im Buckingham-Palast wohnen zu wollen.
Als erster britischer Monarch hat König Charles in diesem Jahr seine persönlichen Steuerzahlungen offengelegt. Seit seinem Amtsantritt als König nach dem Tod von Queen Elizabeth im Jahr 2022 zahlte Charles III. demnach mehr als 30 Millionen Pfund an Steuern.
Zu den privaten Einkommensquellen des Königs gehören unter anderem Erträge aus Investitionen und Einnahmen aus seinen privaten Anwesen wie Balmoral in Schottland. Auch das Herzogtum Lancaster (Duchy of Lancaster) verschafft dem Monarchen Jahr für Jahr ein Einkommen. Dabei handelt es sich um ein privates Portfolio aus Landbesitz, Immobilien und Investitionen.
Auch William legt Steuern offen
Charles zahlt freiwillig Einkommens- und Kapitalertragsteuer. Festgelegt ist dies im sogenannten Memorandum of Understanding on Royal Taxation 2023, das mit der Regierung vereinbart wurde.
Auch Thronfolger William legte erstmals seine Steuerzahlungen offen. Der älteste Sohn von Charles zahlte den Angaben zufolge mehr als 20 Millionen Pfund (gut 23 Millionen Euro) Einkommens- und Kapitalertragssteuer, seitdem er seinem Vater nach dessen Krönung als Inhaber des Titels Prinz von Wales nachfolgte.
Die Veröffentlichung der Zahlungen ist Teil einer umfassenderen Strategie der Königsfamilie, der Öffentlichkeit mehr Transparenz zu liefern.
Veränderungen im Buckingham-Palast
Bei dieser Veränderung bleibt es nicht: König Charles wird – anders als Queen Elisabeth II – in Zukunft nicht mehr im Buckingham-Palast wohnen. Und das, obwohl das Schloss derzeit aufwendig renoviert wird.
Wie aus dem diesjährigen Finanzbericht der Royals hervorgeht, soll der Buckingham-Palast nach Abschluss der Renovierung im kommenden Jahr für zeremonielle Zwecke genutzt werden.
Staatsbankette, Empfänge für Botschafter und andere Honoratioren sowie Ordensverleihungen wird es dort weiterhin geben. Außerdem soll Palast noch stärker für Besucher zugänglich gemacht werden.
Clarence House als royaler Wohnsitz
König Charles und seine Frau, Königin Camilla wohnen schon seit langer Zeit im Clarence House gleich nebenan. Das hatten sie sich nach dem Tod von Queen Mum im Jahr 2002 nach ihrem Geschmack einrichten lassen – und später daran festgehalten.
Im Buckingham-Palast werden sie auch weiterhin private Räume haben, die ein künftiges Königspaar auch wieder bewohnen könne, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA den royalen Schatzmeister James Chalmers.
