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Startseite»Nachrichten»Nach Dementi aus Teheran: Trump kündigt Gesandten-Treffen mit Iran in Doha für Dienstag an
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Nach Dementi aus Teheran: Trump kündigt Gesandten-Treffen mit Iran in Doha für Dienstag an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach Dementi aus TeheranTrump kündigt Gesandten-Treffen mit Iran in Doha für Dienstag an

Trump gestikuliert mit seinem Handy beim Betreten des Weißen Hauses in Washington. (Foto: REUTERS)

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran flammt am Wochenende wieder auf. Anlass ist ein iranischer Drohnenangriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus. Nun soll es trotzdem laut US-Präsident Trump Gespräche mit dem Iran in Doha geben. Teheran sagt jedoch Gegenteiliges.

Vertreter der USA und des Irans werden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha treffen. „Der Iran hat um ein Treffen gebeten“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht.

Nach Angaben von Trumps Sprecherin Karoline Leavitt werden dessen Schwiegersohn, Jared Kushner, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff, diese Woche für hochrangige Gespräche nach Doha fliegen. Die Gespräche über das bereits unterzeichnete Rahmenabkommen gingen weiter und sollen über ein umfassendes Friedensabkommen geführt werden, sagte Leavitt dem US-Sender Fox News. Am Rande der hochrangigen Gespräche sollen demnach auch technische Gespräche stattfinden. 

Erst kurz zuvor hatte der Iran noch Berichte über einen möglichen weiteren aktuellen Verhandlungstermin mit den USA zurückgewiesen. Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, „sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde“, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. „Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant.“ Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi, der damit Berichte von US-Medien zur Wiederaufnahme der Verhandlungen in Doha dementierte. Eine erste Gesprächsrunde hatte vor rund einer Woche in der Schweiz stattgefunden.

Das US-Portal „Axios“ berichtete jüngst, dass sich beide Seiten an diesem Dienstag in Doha treffen wollen, um ihren Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus beizulegen. Beobachtern zufolge könnte es sich bei den Äußerungen iranischer Regierungsvertreter auch um eine Verhandlungstaktik handeln.

Konflikt wieder aufgeflammt

Am Wochenende war der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit gegenseitigen Angriffen neu aufgeflammt. In der Nacht zum Freitag und in der Nacht zum Samstag hatte das US-Militär wieder Ziele im Iran angegriffen, was Teheran mit Angriffen auf die Golfstaaten Bahrain und Kuwait beantwortete. Anlass für die neuerlichen Gefechte war nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom ein iranischer Drohnenangriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus.

Nach den neuen gegenseitigen Angriffen hatte ein US-Regierungsvertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, Washington und Teheran hätten einen Stopp der Kämpfe vereinbart. Beide Seiten würden sich „vorerst zurückhalten“ und die Schiffe in der Straße von Hormus könnten sich wieder frei bewegen.

Leavitt: „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“

„Wir für unseren Teil halten uns an die Waffenruhe. Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, sagte Leavitt mit Blick auf gegenseitige Attacken vom Wochenende. Es habe Angriffe auf Handelsschiffe gegeben, auf die die USA auf Trumps Anweisung reagiert hätten. So werde man auch künftig verfahren, doch hoffe die US-Regierung, dass dies nicht nötig sein werde. Der Präsident wolle natürlich, dass der Friedensprozess erfolgreich verlaufe, fügte die Sprecherin hinzu.

Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Kriegsparteien ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Die Öffnung der Meerenge für die Schifffahrt ist ein zentraler Bestandteil des Abkommens und einer der größten Streitpunkte zwischen Teheran und Washington.

Quelle: ntv.de, gut/dpa/rts

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