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Startseite»Politik»UBS-Bericht zu Privatvermögen: Die Reichen sind noch reicher geworden
Politik

UBS-Bericht zu Privatvermögen: Die Reichen sind noch reicher geworden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 30.06.2026 • 14:30 Uhr

Weltweit wachsen die Privatvermögen – vor allem die der ohnehin schon Reichen. Das zeigt ein Bericht der Bank UBS. In Deutschland besaßen die reichsten 3,9 Prozent im vergangenen Jahr fast die Hälfte des Gesamtvermögens.

Die weltweiten Privatvermögen sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die Gesamtsumme stieg 2025 um 10,8 Prozent, wie die Schweizer Bank UBS berichtete. In den Jahren 2023 und 2024 hatte der Anstieg „nur“ bei vier bis fünf Prozent gelegen.

In Europa, dem Nahen Osten und Afrika war der Zuwachs überdurchschnittlich – mit 17,5 Prozent. Vor allem die starken Finanzmärkte sowie Sachwerte, zum Beispiel Immobilien und andere Besitzgüter, haben laut UBS zu dem Wachstum geführt.

Schweizer sind am reichsten – durchschnittlich

Mehr als die Hälfte des globalen Privatvermögens sei in den USA und China konzentriert, hieß es. Die Vermögen oberhalb von fünf Millionen seien besonders stark gewachsen. Weltweit stiegen fast eine Million Menschen zu Millionären (in US-Dollar) auf, fast die Hälfte davon in den USA, gefolgt von China, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Am reichsten sind laut UBS-Berichten dabei die Menschen in der Schweiz, mit einem durchschnittlichen Vermögen von mehr als 900.000 US-Dollar.

Mehr Millionäre in Deutschland

In Deutschland gab es im vergangenen Jahr nach der Berechnung der UBS rund 2,6 Millionen Dollar-Millionäre, ein Prozent mehr als 2024. Eine Million Dollar entspricht rund 880.000 Euro. Heißt also, 3,9 Prozent der Menschen ab 18 Jahren hierzulande besaßen mindestens diese Summe und damit rund 46 Prozent des gesamten Privatvermögens in Deutschland. Fast zehn Prozent der Deutschen hatten im vergangenen Jahr dagegen weniger als 10.000 Dollar Vermögen.

Mit knapp 350.000 Dollar durchschnittlichem Vermögen liegen die Menschen in Deutschland weltweit auf Platz 14. Über die Lebenssituation der Deutschen sagt das allerdings wenig aus. Eine kleine Gruppe besonders reicher Menschen könne den durchschnittlichen Wohlstand einer Nation leicht in die Höhe treiben und den Eindruck erwecken, dass es den Einwohnern besser gehe, als es tatsächlich der Fall sei, hieß es in dem Bericht.

Mit Informationen von Kathrin Hondl, ARD-Studio Genf.

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