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Startseite»Nachrichten»„Königin der Transphoben“: Königin Camilla zieht mit Rowling-Treffen Zorn auf sich
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„Königin der Transphoben“: Königin Camilla zieht mit Rowling-Treffen Zorn auf sich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Königin der Transphoben“Königin Camilla zieht mit Rowling-Treffen Zorn auf sich

Joanne K. Rowling sagte einst, sie würde für ihre Überzeugungen notfalls ins Gefängnis gehen. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Ein Gespräch über Bücher zwischen Camilla und J.K. Rowling wird zum Politikum. Grund sind vergangene Aussagen der Autorin über Transmenschen. Manche sehen das Treffen im Pride Month als Affront.

Königin Camilla hat im Palast von Holyroodhouse in Edinburgh die „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling empfangen. Bei dem Treffen zum Auftakt der schottischen Royal Week ging es nach Angaben des Königshauses um die Bedeutung des Lesens für Kinder. Das offizielle Instagram-Konto der Royal Family veröffentlichte ein Foto der beiden Frauen, die nebeneinander stehen – Camilla in einem tiefblauen Kleid, Rowling in einem weißen Blazer.

In der Bildunterschrift hieß es, man teile „eine gemeinsame Leidenschaft für Bücher und ein tiefes Engagement dafür, dass Kinder zum Vergnügen lesen“. Weiter schrieb der Palast: „Ihre Majestät und Frau Rowling sprachen darüber, wie wichtig es ist, jungen Menschen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen, und über die entscheidende Rolle, die das Lesen dabei spielt, künftigen Generationen Türen zu öffnen.“

Das Foto löste im Netz allerdings umgehend Kritik aus. Rowling ist seit Jahren eine der lautesten Stimmen in der Debatte um Geschlechtsidentität. Kritiker werfen ihr Transfeindlichkeit vor, was die Autorin jedoch zurückweist. Dass die Königin das Foto ausgerechnet im Juni veröffentlichte, dem Pride Month, stieß bei vielen Nutzern auf Unverständnis.

In den Kommentaren wurde Camilla unter anderem als „erbärmlich“ bezeichnet, Rowling als „Königin der Transphoben“. „Und das auch noch während des Pride Month“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer stellte klar: „Trans-Rechte sind Menschenrechte.“ Es gab aber auch Fürsprecher. Manche verteidigten Rowling und verwiesen auf ihr Recht auf eine eigene Meinung.

Schauspieler distanzierten sich

Rowling hatte im Oktober 2023 auf den Satz „Trans-Frauen sind Frauen“ öffentlich mit einem knappen „Nein“ reagiert. Sie erklärte damals, sie würde für ihre Überzeugungen notfalls ins Gefängnis gehen. Ihre Haltung führte zu einem Bruch mit früheren „Harry Potter“-Weggefährten wie den Darstellern Daniel Radcliffe und Emma Watson, die sich öffentlich von ihr distanziert haben.

Camilla ist Schirmherrin mehrerer literarischer Organisationen. Während des Corona-Lockdowns rief sie einen Instagram-Buchclub ins Leben, aus dem die Wohltätigkeitsorganisation „The Queen’s Reading Room“ hervorging. Bereits 2023 hatte sie Autorinnen und Autoren ermutigt, sich nicht von jenen bremsen zu lassen, die „die Freiheit Ihres Ausdrucks einschränken“ wollten – ein Appell im Zusammenhang mit den überarbeiteten Neuauflagen der Bücher des Kinderbuchautors Roald Dahl (1916-1990), der auch durch antisemitische Aussagen auffiel.

Quelle: ntv.de, rog/spot

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