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Startseite»Nachrichten»Folge des Iran-Kriegs: Nike macht weniger Umsatz durch miese Stimmung bei Verbrauchern
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Folge des Iran-Kriegs: Nike macht weniger Umsatz durch miese Stimmung bei Verbrauchern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Folge des Iran-KriegsNike macht weniger Umsatz durch miese Stimmung bei Verbrauchern

Durch die Fußball-WM kann Nike den Effekt abfedern. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der Sportartikelhersteller Nike kämpft mit schrumpfenden Umsätzen. Trotz einer kleinen Besserung dank der Fußball-WM sieht das Unternehmen das Problem vor allem auch bei einem aktuellen globalen Konflikt.

Der Adidas-Rivale Nike sieht trotz eines Geschäfts-Schubs durch die Fußball-WM insgesamt eine trübe Stimmung am Sportartikel-Markt. „Unsere Kunden sind rund um die Welt unter Druck“ – und das bekomme man im Sportartikel-Geschäft zu spüren, sagte Finanzchef Matthew Friend in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Schon vor drei Monaten hat Nike unter anderem Risiken durch den Iran-Krieg gesehen, der zu „ungeplanten Schwankungen“ im Verbraucherverhalten etwa durch steigende Ölpreise führen könne. Jetzt heißt es, Nike rechne für die nächsten sechs Monate nicht mit einer Verbesserung der Stimmung.

Mit den Ergebnissen für das vergangene Quartal hat Nike die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen größtenteils übertroffen – auch wenn es wieder einen Rückgang im wichtigen chinesischen Markt gab. Die Aktie ist im nachbörslichen US-Handel um rund drei Prozent gefallen. 

Nike-Chef Elliott Hill hat gleichzeitig einen positiven Effekt der Fußball-WM hervorgehoben, die aktuell unter anderem im Nike-Heimatmarkt USA ausgetragen wird. Schon zum Start des Turniers habe man zweieinhalbmal mehr Artikel von Nationalmannschaften verkauft als zum gleichen Zeitpunkt bei der vorherigen Weltmeisterschaft 2022, erklärt er. Nike ist unter anderem Ausstatter der US-Nationalmannschaft – und löst im kommenden Jahr Adidas bei der DFB-Auswahl ab.

Umsatzrückgänge und ein hausgemachtes Tief

Für die nächsten Monate stellte sich Nike auf Umsatzrückgänge ein. Im vergangenen Quartal sind die Erlöse im Jahresvergleich um ein Prozent auf 10,97 Milliarden Dollar (9,6 Mrd. Euro) gesunken – Analysten hatten im Schnitt mit 10,86 Milliarden Dollar gerechnet. Unterm Strich sprang der Quartalsgewinn von 211 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 1,07 Milliarden Dollar hoch. Ein zentraler Grund dafür war allerdings der Anspruch auf die Rückzahlung von US-Importzöllen, nachdem Anordnungen von Präsident Donald Trump vom Obersten Gericht des Landes gekippt worden waren. Mit 4,83 Milliarden Dollar Umsatz in den USA lag Nike leicht unter den Markterwartungen, die Erlöse von rund 1,3 Milliarden Dollar in China waren dagegen höher als von Experten im Schnitt vorhergesagt.

Nike sucht den Weg aus einem Tief, in das sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern setzte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb. Vor allem im US-Markt konnten daher konkurrierende Marken Nike den Regalplatz in den Geschäften abnehmen – die Verkäufe haben darunter gelitten. Das Unternehmen bemüht sich nun um ein besseres Verhältnis zu seinen Einzelhandelspartnern. Konzernchef Hill verordnete dem Adidas-Konkurrenten einen stärkeren Fokus auf Sportler, nachdem der Lifestyle-Anteil am Sortiment in den vergangenen Jahren gestiegen war.

Quelle: ntv.de, nes/dpa

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