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Startseite»Nachrichten»Populistin will Urteil anfechten: Le Pen hält an Präsidentschaftskandidatur fest
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Populistin will Urteil anfechten: Le Pen hält an Präsidentschaftskandidatur fest

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Populistin will Urteil anfechtenLe Pen hält an Präsidentschaftskandidatur fest

Le Pen will im kommenden Jahr im Präsidentschaftswahlkampf mitmischen. (Foto: picture alliance / abaca)

Ein Berufungsgericht verurteilt Marine Le Pen unter anderem zu einer einjährigen Haftstrafe mit Fußfessel. Ihre politischen Ambitionen will Frankreichs Rechtsnationale deswegen aber nicht aufgeben. Ihr Ziel bleibt der Élysée-Palast.

Ungeachtet ihrer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe hält die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen an ihrer Präsidentschaftskandidatur fest. „Ich bin Kandidatin für die Präsidentschaftswahl“, sagte sie am Abend dem Sender TF1 in Paris. „Ich werde meine Meinung nicht ändern“, fügte sie hinzu.

Ein Berufungsgericht hatte Le Pen am Nachmittag wegen Veruntreuung von EU-Geldern unter anderem zu einem Jahr Hausarrest mit einer elektronischen Fußfessel verurteilt. Die 57-Jährige kündigte an, das Urteil vor dem höchsten Berufungsgericht anzufechten. Dadurch werde die von den Berufungsrichtern verhängte Strafe suspendiert, erklärte sie. „Ich werde Wahlkampf ohne elektronische Fußfessel machen.“

Mit dem 30 Jahre alten Parteichef des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, werde sie weiterhin „ein Tandem“ bilden. „Die Franzosen werden das letzte Wort haben“, sagte Le Pen. „Ich denke, dieses politische Duo, das wir bilden, kann die Dinge wirklich verändern“, sagte die Rechtspopulistin. Mit Bardella werde der Präsidentschaftswahlkampf „sehr schnell“ beginnen. Für den Fall eines Sieges bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Frühjahr kündigte sie an, Bardella zum Regierungschef zu machen.

Den Rechtsnationalen werden gute Chancen zugerechnet, bei der Wahl in die entscheidende Stichwahl zu kommen. Marine Le Pen ist bereits dreimal bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich angetreten. Während sie 2012 noch auf dem dritten Platz landete, konnte sie in den vergangenen Jahren deutlich an Zuspruch gewinnen. Sowohl 2017 als auch 2022 landete sie gegen Mitte-Kandidat Emmanuel Macron in der Stichwahl – und verlor gegen den politischen Senkrechtstarter beziehungsweise bisherigen Präsidenten.

Dennoch steigerte Le Pen ihr Ergebnis bei jeder Wahl. Dass sie auch 2022 so deutlich gegen Macron verlor, ist dem Umstand geschuldet, dass viele aus dem linken Lager Macron wählten, um Le Pens Sieg um jeden Preis zu verhindern.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa

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