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Startseite»Nachrichten»KI und Ölpreis unter Druck: Ausverkauf bei Chip-Werten belastet Wall Street
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KI und Ölpreis unter Druck: Ausverkauf bei Chip-Werten belastet Wall Street

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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KI und Ölpreis unter DruckAusverkauf bei Chip-Werten belastet Wall Street

Angriffe auf Tanker treiben am Dienstag die Ölpreise. (Foto: picture-alliance/ dpa)

In Nahost wird ein Tanker angegriffen – Die Nordsee-Rohölsorte Brent und das US-Leichtöl WTI verteuern sich darauf um mehr als drei Prozent. Derweil zweifeln Anleger zunehmend am KI-Boom.

Die Furcht vor einer Abkühlung des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) hat die US-Börsen auf Talfahrt geschickt. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte am Dienstag zeitweise 1,7 Prozent auf 25.684 Punkte ab. Der breit gefasste S&P 500 verlor bis zu 0,8 Prozent auf 7479 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab rund ein halbes Prozent auf 52.774 Punkte nach. Anleger zweifelten zunehmend an der Nachhaltigkeit der von KI getriebenen Rally und warfen Chip-Aktien aus ihren Depots.

Der Philadelphia SE Semiconductor Index brach um 5,7 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief ein. Sollten die Verluste anhalten, würde der Index rund 800 Milliarden Dollar an Marktwert einbüßen. Die Stimmung trübte unter anderem ein Reuters-Bericht ein, demzufolge das chinesische Startup DeepSeek einen eigenen KI-Chip entwickelt, was die Abhängigkeit von Branchengrößen wie Nvidia verringern könnte. Nvidia-Aktien gaben zeitweis mehr als zwei Prozent nach.

Auch ein Rekordgewinn bei Samsung konnte die Stimmung nicht heben. Vielmehr löste das enttäuschende Umsatzplus beim südkoreanischen Branchenriesen eine weltweite Verkaufswelle im Sektor aus. „Die Speicherkomponente ist bei KI der Bereich, in den ein Großteil der Ausgaben fließt, und sie ist der teuerste Teil bei der Zusammensetzung von künstlicher Intelligenz“, sagte Todd Schoenberger, Investment-Chef bei CrossCheck Management.

Die Titel von Micron, Western Digital und Sandisk verloren zwischen fünf und acht Prozent; Intel-Aktien brachen zeitweise mehr als elf Prozent ein. „Die Anleger zeigen sich zunehmend nervös angesichts des Ausgabentempos im Bereich KI und betrachten den Technologiesektor mit größerer Vorsicht“, bestätigte auch Dan Coatsworth, Marktexperte bei AJ Bell.

SpaceX-Aktie unter Druck

Unter den Einzelwerten gaben die Titel des Raumfahrtkonzerns des Milliardärs Elon Musk SpaceX trotz der Aufnahme in den Nasdaq-100-Index zeitweise mehr als sechs Prozent nach. Seit ihrem Börsendebüt vor rund drei Wochen haben die Papiere mehr als acht Prozent an Wert verloren. Es war eine der schnellsten Aufnahmen in der Geschichte des Index. Dazu hatte der Indexanbieter Nasdaq das Kriterium der Profitabilität gestrichen. Zugleich nahmen zahlreiche Broker die Aktie in ihre Beobachtung auf und bewerten sie überwiegend optimistisch. So attestierten etwa die Analysten von Stifel dem Raumfahrt- und KI-Unternehmen großes Wachstumspotenzial.

Gegen den Trend kletterten die Papiere von Fiserv um knapp drei Prozent. Zuvor hatten Medien berichtet, das Unternehmen habe Gespräche mit US-Banken über den Verkauf seines Geschäfts mit Zahlungsinfrastruktur für Debitkarten-Transaktionen geführt. Gegenwind kam auch vom Rohölmarkt mit anziehenden Preisen, nachdem Berichte über Angriffe auf Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus erneut die Furcht vor Störungen auf der wichtigen Transitroute schürten.

Ein LNG-Tanker aus Katar und ein unter saudischer Flagge fahrender Rohöltanker wurden in dem Seegebiet beschädigt, wie Insider am Dienstag mitteilten. Berichten zufolge hatten die iranischen Revolutionsgarden in der Nacht Raketen auf Schiffe in der Meerenge abgefeuert. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich jeweils mehr als drei Prozent auf bis zu 74,41 und 70,72 Dollar je Fass (159 Liter).

Quelle: ntv.de, bho/rts

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