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Startseite»Nachrichten»„Werden wir so nicht halten“: Autoindustrie-Verband erwartet ohne Reformen Werksschließungen
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„Werden wir so nicht halten“: Autoindustrie-Verband erwartet ohne Reformen Werksschließungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Werden wir so nicht halten“Autoindustrie-Verband erwartet ohne Reformen Werksschließungen

Dunkle Wolken über dem Volkswagen-Konzern – der Sparkurs soll verschärft werden. (Foto: picture alliance / SVEN SIMON)

Bis zu 100.000 Jobs stehen allein beim VW-Konzern auf der Kippe. Der Verband der Automobilindustrie warnt, dass dies nur die Spitze des Eisbergs sein könnte. Kooperationen mit ausländischen Herstellern könnten Werke hierzulande sichern.

Inmitten der Debatte über Sparpläne in der Autoindustrie sieht der Verband der Automobilindustrie weiteren Reformbedarf – auch bei Kosten und Personal. „Die Unternehmen der Automobilindustrie werden mit Blick auf die andauernden und akuten Standortprobleme weitere Reformen und Anpassungen vornehmen müssen“, teilte VDA-Präsidentin Hildegard Müller mit. „Sie stehen vor der Aufgabe, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihr Geschäftsmodell konsequent zu sichern und neu zu gestalten. Dazu gehören Kostendisziplin, leider auch notwendige Personalanpassungen und tiefgreifende Reformen der Geschäftsmodelle.“ 

Mit Blick auf Jobs in der Branche sagte Müller, die Realität habe die politischen Ziele und Ansätze überholt und gefährde zunehmend auch Arbeitsplätze. „Die Werke bei Herstellern und Zulieferern werden wir so nicht halten können“, so Müller. „Wir müssen die Standorte hier auch für ausländische Hersteller öffnen. Mit jedem Werk, das wir hier halten können, halten wir Arbeitsplätze.“

Die Entscheidungen seien schwierig und müssten im Dialog mit allen Beteiligten ausgestaltet werden, so die VDA-Präsidentin. „Diesen Handlungsbedarf ganz oder in Teilen zu leugnen und die eindeutige Faktengrundlage nicht anzuerkennen, ist keine Option. Es ist kurzsichtig und wegen seiner Konsequenzen unsozial.“ 

Vier VW-Werke wackeln wohl

Wachsende Konflikte um Arbeitszeit und Sparprogramme in der Branche wirken sich zunehmend auf die Beschäftigten aus. Bei Volkswagen beispielsweise formiert sich Widerstand: Die IG Metall hat für Donnerstag zum bundesweiten Aktionstag an allen Konzernstandorten aufgerufen. Am selben Tag findet die VW-Aufsichtsratssitzung statt, auf der über mögliche Einschnitte beraten wird. 

Laut „Manager Magazin“ wolle VW seinen Sparkurs deutlich verschärfen: Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Laut „Spiegel“ könnte die Fahrzeugproduktion dort bis Ende 2034 auslaufen. 

Am vergangenen Freitag hatten bereits bundesweit auch Zehntausende Beschäftigte des Autobauers Mercedes-Benz gegen eine geplante Verschärfung des dortigen Sparkurses protestiert.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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