Nach Angaben des US-Militärs haben erneut Angriffe auf Iran begonnen. Diese folgten auf Angriffe Teherans auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Zuvor setzten die USA die Öl-Sanktionen wieder in Kraft.
Nach den jüngsten Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär mit „heftigen Angriffen“ gegen Iran begonnen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit.
Das US-Militär erklärte in einer Mitteilung in den sozialen Medien, Iran müsse für die Angriffe auf drei Handelsschiffe mit Zivilisten an Bord in der Meerenge „hohe Kosten“ tragen. „Die von Iran gezeigte Aggression war nicht gerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe“, hieß es in der Erklärung.
Gleichzeitig berichten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes. Diese seien unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm zu hören gewesen. Berichte über Opfer oder Schäden liegen zunächst nicht vor.
USA entziehen Lizenz für iranisches Öl
Zuvor hatten die USA bereits ihre Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt. Ein Beamter des US-Finanzministeriums erklärte, Iran profitiere nur dann von Erleichterungen, wenn er seinen Pflichten nachkomme.
Das iranische Außenministerium verurteilt die Entscheidung der USA, die vorübergehend ausgesetzten Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in Kraft zu setzen. Dieser Schritt verstoße gegen das Islamabad-Memorandum zur Waffenruhe, teilt das Ministerium mit.
Man mache Washington für die Folgen verantwortlich und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die nationale Sicherheit zu wahren.
