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Startseite»Nachrichten»„Verstoß gegen die Waffenruhe“: US-Militär greift nach Tanker-Beschuss erneut Ziele im Iran an
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„Verstoß gegen die Waffenruhe“: US-Militär greift nach Tanker-Beschuss erneut Ziele im Iran an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Verstoß gegen die Waffenruhe“US-Militär greift nach Tanker-Beschuss erneut Ziele im Iran an

Rund um die Meerenge sind zuletzt trotz der geltenden Waffenruhe drei Tanker angegriffen worden. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Seit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran nimmt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zeitweise an Fahrt auf. Doch nach mehreren iranischen Attacken auf Tanker schlägt das US-Militär nun zurück.

Die USA greifen nach eigenen Angaben Ziele im Iran an. Dies sei eine Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus, teilte das Militär mit. Das Vorgehen des Iran sei gefährlich und ein klarer Bruch der Waffenruhe. Zeitgleich berichten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes. Diese seien unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm zu hören gewesen. Berichte über mögliche Opfer oder Schäden liegen bisher nicht vor.

„Die iranische Aggression war ungerechtfertigt und gefährlich und stellte einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe dar“, hieß es in der Centcom-Erklärung. Der Iran werde dafür „einen hohen Preis zahlen“. Trotz der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg waren zuvor im Bereich der Straße von Hormus drei Tanker kurz hintereinander angegriffen worden. Dies schürte erneut die Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt in der für den Welthandel bedeutenden Meeresenge.

Nach dem vorigen iranischen Angriff auf einen katarischen Flüssiggastanker vor der Küste des Oman hat Katar den stellvertretenden Botschafter Teherans einbestellt. Der Iran sei aufgefordert worden, „unverzüglich alle Handlungen einzustellen, die die regionale Sicherheit untergraben“, erklärte das Außenministerium in Doha. Zudem müsse der Iran davon absehen, „die Sicherheit der internationalen Schifffahrt und die globale Energieversorgung zu gefährden“. Die Attacke stelle einen „inakzeptablen Angriff“ dar.

Der Iran verurteilte die Angaben aus Katar. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei wies sie als „inakzeptabel“ zurück, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldete. Teheran verurteilte zudem die Entscheidung der USA, die vorübergehend ausgesetzten Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in Kraft zu setzen. Dieser Schritt verstoße gegen das Islamabad-Memorandum zur Waffenruhe, teilte das Außenministerium mit. Man mache Washington für die Folgen verantwortlich und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die nationale Sicherheit zu wahren.

Derweil machte auch Saudi-Arabien den Iran für einen Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus verantwortlich. Das Außenministerium in Riad verurteilte, dass der Iran das saudiarabische Schiff „Wedyan“ ins Visier genommen habe.

„Unbekanntes Projektil“ trifft Tanker

In der Meerenge waren trotz der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg kurz hintereinander drei Tanker angegriffen worden, wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) zuvor am Dienstag erklärt hatte. Ein „unbekanntes Projektil“ habe einen Öltanker getroffen und einen Brand ausgelöst. Wenig später seien zwei weitere Schiffe angegriffen worden.

Seit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder begonnen. Die genauen Regelungen zu der Meerenge sind einer der Streitpunkte zwischen Washington und Teheran für ein endgültiges Ende des Iran-Krieges.

Im Zuge des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Krieges hatte Teheran die Meerenge de facto für die Schifffahrt geschlossen, Schiffe wurden beschossen. Die USA blockierten ihrerseits iranische Häfen. Unter anderem Katar vermittelte in dem Konflikt.

Quelle: ntv.de, bho/rts/AFP

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