Liveblog
Trumps Abkehr vom Iran-Waffenstillstand lässt den Ölpreis um fast sechs Prozent ansteigen. Vermittler Katar ruft zur Deeskalation auf. Die Entwicklungen im Liveblog.
Die Ölpreise sind nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg deutlich gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kletterte auf 78,50 US-Dollar. Damit legte der Preis der globalen Referenzsorte um 5,85 Prozent zu.
US-Präsident Donald Trump will wegen des Streits um Spaniens Engagement in der NATO den Handel mit dem EU-Land einstellen. „Ich will nichts mit Spanien zu tun haben. Alle Handelsbeziehungen mit Spanien sollten abgebrochen werden“, sagte Trump beim NATO-Gipfel in Ankara. Der Beziehungsabbruch soll demnach „sofort“ vollzogen werden, Spanien sei „ein schrecklicher NATO-Partner“.
Nach neuerlichen Angriffen auf Iran hat US-Präsident Donald Trump das Rahmenabkommen mit Teheran für beendet erklärt. Er werde jedoch zulassen, dass die Gespräche fortgesetzt würden, sagte Trump am Rande des NATO-Gipfels in Ankara.
Nach den Attacken der USA auf Iran und Gegenangriffen Teherans auf US-Stützpunkte in der Region hat der Vermittler Katar beide Seiten zur Deeskalation aufgerufen. Das katarische Außenministerium forderte im Onlinedienst X, „den Weg des Dialogs und der Diplomatie weiter zu verfolgen“.
Die USA greifen Angaben aus Teheran zufolge nach ihren nächtlichen Bombardierungen weiter an der iranischen Südküste an. Nahe der Hafenstadt Buschehr seien mindestens zwei Projektile eingeschlagen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Vormittag (Ortszeit) unter Berufung auf den Vizegouverneur der gleichnamigen Provinz.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat für die jüngsten US-Angriffe auf Ziele in Iran Verständnis gezeigt. Iran müsse jetzt wirklich verstehen, dass es Zeit für ernsthafte Verhandlungen sei, sagte der CDU-Politiker NDR Info. Teheran habe nicht verstanden, „dass es darauf verzichten muss, eine nukleare Bewaffnung zu haben und dass es jetzt eine Chance hat, diesen Krieg dadurch zu beenden, dass es sich dazu bekennt und dass es vernünftig verhandelt und nicht weiter schießt.“
Kuwait hat mitgeteilt, dass seine Luftabwehr im Einsatz sei, um anfliegende Geschosse abzufangen. Die Ankündigung Kuwaits durch das Militär erfolgte, nachdem auch Bahrain mitgeteilt hatte, mit anfliegenden Raketen konfrontiert gewesen zu sein. Es gab keine Angaben darüber, ob und was in einem der beiden Länder getroffen wurde.
Bahrain und Kuwait waren bereits zuvor Ziel iranischer Angriffe, die das zwischen Iran und den USA geschlossene Interimsabkommen zur Beendigung des Krieges behindern.
Die USA haben in der Nacht auf Mittwoch Iran angegriffen. Das US-Regionalkommando teilte mit, man habe in Iran mehr als 80 Ziele getroffen, darunter Luftabwehrsysteme, Radaranlagen sowie mehr als 60 kleine Boote, die von der Revolutionsgarde genutzt würden. Die Angriffe seien eine Reaktion auf iranische Verletzungen der Waffenruhe in der Straße von Hormus vom Vortag.
Zuvor hatten die USA bereits ihr pausiertes Ölexportverbot für Iran wieder in Kraft gesetzt. Iran bestätigte die Angriffe, machte jedoch keine Angaben zu möglichen Schäden oder Opfern. Die militärische Führung Irans drohte den USA mit Vergeltung. Auf die Militärschläge der USA werde es eine „vernichtende Antwort“ geben.
