„Drogen im Briefkasten“ lautet eine offizielle Warnung der Polizei Berlin. Darin heißt es, dass in Berlin derzeit bunte Päckchen mit Drogen und Kontaktmöglichkeiten verteilt werden.
Die Polizei beschreibt die Päckchen als Werbung von Drogenhändlern und warnt besonders Eltern, weil die bunte Aufmachung Kinder ansprechen könne.
Die Polizei warnt vor Gratis-Proben
In dem Beitrag schreibt die Polizei Berlin, in den Päckchen würden Kriminelle aktuell Kokain, Ecstasy, Haschisch, Ketamin und andere Drogen in Berliner Briefkästen verteilen. Auf einem der gezeigten Päckchen ist offenbar auch eine Kontaktmöglichkeit zu sehen, die im Polizeibeitrag unkenntlich gemacht wurde.
Die Polizei ordnet die Päckchen nicht als harmlose Werbung ein, sondern als Teil einer Dealer-Masche. Ziel sei demnach, neue Kundschaft auf die Angebote aufmerksam zu machen. Genau deshalb warnt die Polizei auch davor, sich auf solche Anzeigen oder Kontaktmöglichkeiten zu melden.
Kinder könnten die Päckchen verwechseln
Ein zentraler Punkt der Warnung ist das Vergiftungsrisiko. Die Polizei weist darauf hin, dass die bunten Päckchen besonders Kinder ansprechen könnten.
Wenn ein Kind versehentlich etwas daraus isst, solle sofort der Giftnotruf der Charité Berlin unter 030 192 40 oder der Notruf 112 gewählt werden.
Durch die offizielle Warnung der Polizei ist klar, dass es sich hierbei nicht um einen klassischen Social-Media-Hoax nach dem Muster „Achtung, bitte überall teilen“ handelt.
Nicht öffnen, sondern melden
Die Handlungsempfehlung der Polizei ist eindeutig: Wer ein solches Päckchen findet, soll es nicht selbst öffnen. Stattdessen soll der Fund beim nächsten Polizeiabschnitt oder über die Onlinewache gemeldet werden.

Das ist auch deshalb wichtig, weil die Päckchen als möglicher Beweis in Ermittlungen relevant sein können. Zudem ist für Laien nicht erkennbar, welche Substanzen tatsächlich enthalten sind und ob vom Inhalt ein akutes Gesundheitsrisiko ausgeht.
Die Polizei weist auch auf den Werbecharakter der Päckchen hin. Die mutmaßlichen Händlerinnen und Händler nutzen die Beutel demnach nicht nur als Probe, sondern auch als Kontaktanbahnung. Die Polizei Berlin warnt außerdem ausdrücklich: „Es ist verboten, Werbung für Drogen zu machen. Es ist verboten, sich auf Anzeigen dieser Art zu melden.“
Die Masche passt zu bekannten Drogen-Werbungen
Der geschilderte Fall passt zu einem bereits bekannten Phänomen in Berlin: Werbung für Drogen-Lieferservices taucht laut Medienberichten und Polizeiauskünften seit längerem in Form von QR-Codes, Aufklebern, Karten oder Links zu Messenger-Kanälen auf. Die Briefkasten-Päckchen wären demnach eine weitere Variante dieser Werbeform.
FAQ zum Thema Drogen im Briefkasten Berlin
Darf man solche Päckchen öffnen?
Nein. Die Polizei rät ausdrücklich davon ab, die Päckchen selbst zu öffnen. Der Fund sollte beim nächsten Polizeiabschnitt oder über die Onlinewache gemeldet werden.
Was tun, wenn ein Kind etwas daraus gegessen hat?
Sofort den Giftnotruf der Charité Berlin unter 030 192 40 oder den Notruf 112 wählen. In solchen Fällen zählt schnelle medizinische Abklärung.
Gilt die Warnung für ganz Deutschland?
Belegt ist hier die Warnung der Polizei Berlin. Für andere Städte sollte man prüfen, ob es dort ebenfalls offizielle Hinweise der Polizei gibt.
Polizei Berlin
7. Juli 2026
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