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Startseite»Nachrichten»Arbeitete als humanitärer Helfer: Bericht: Israelischer Luftschlag tötet Hamas-Gegner im Gazastreifen
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Arbeitete als humanitärer Helfer: Bericht: Israelischer Luftschlag tötet Hamas-Gegner im Gazastreifen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Arbeitete als humanitärer HelferBericht: Israelischer Luftschlag tötet Hamas-Gegner im Gazastreifen

Angehörige trauern um den Getöteten. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Nach Aussage seines Sohnes wurde Mohammed al-Wahidi einst von der Hamas gefoltert. Zuletzt sorgte der humanitäre Helfer dafür, dass die leidgeprüften Menschen in Gaza die Fußball-WM schauen konnten. Nun wurde er bei einem israelischen Angriff getötet.

Das israelische Militär hat im Gazastreifen offenbar einen palästinensischen Hilfsmitarbeiter getötet, der in der Vergangenheit von der Hamas verfolgt wurde und in den Wochen vor seinem Tod als Mitglied der Hilfsorganisation „Egyptian Committee“ Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fußball-WM in dem weitgehend zerstörten Küstengebiet organisierte. Der 65-jährige Mohammed al-Wahidi sei am Dienstag bei einem israelischen Luftangriff ums Leben gekommen, berichtet die „New York Times“.

Demnach sagte das israelische Militär, es habe bei der Attacke einen Hamas-Kämpfer getroffen, nannte jedoch nicht den Namen der Person oder gab an, ob diese getötet worden sei. Der Sohn des Getöteten sagte laut der Zeitung, dass sein Vater in einem Auto auf dem Weg zu einem Freund gewesen sei, um das WM-Spiel zwischen Argentinien und Ägypten zu schauen, als er von dem israelischen Angriff getroffen wurde.

Die Nachricht von dem Tod seines Vaters habe ihn „fassungslos“ gemacht, sagte der 22-jährige Fawaz al-Wahidi der „New York Times“. „Er war so ein guter Mensch.“ Sein Vater sei ein Befürworter des Friedens mit den Israelis gewesen. Er habe vor Jahren in Israel gearbeitet und sei Lehrer für die Palästinensische Autonomiebehörde gewesen – jene vom Westen unterstützte Regierung, die die Hamas 2007 aus dem Gazastreifen vertrieben hatte und die nun Teile des von Israel besetzten Westjordanlands verwaltet.

Der junge Mann sagte außerdem, die militante Hamas habe seinen Vater vor dem Angriff am 7. Oktober 2023 wegen seiner Opposition gegen die Gruppe verhaftet und gefoltert. „Er wurde von ihnen verfolgt“, sagte er über die Hamas.

Mohammed Mansour, ein Sprecher des „Egyptian Committee“, berichtete, Mohammed al-Wahidi habe die Beziehungen der Gruppe zu lokalen Führern gepflegt. Er habe sich mit ihnen abgestimmt, um die sichere Lieferung von Hilfsgütern nach Gaza zu gewährleisten, wo zwei Jahre Krieg das Gebiet verwüstet und Hunderttausende Menschen vertrieben haben, die nun in Zelten leben.

Fawaz al-Wahidi sagte dem Bericht zufolge, er wolle nicht, dass jemand die Tötung seines Vaters für weitere Gewalt missbrauche. „Was wir brauchen, ist Frieden. Möge Gott meinem Vater gnädig sein.“

Quelle: ntv.de, dsc

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