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Vorhersagen visualisiert: So heiß wird die nächste Hitzewelle

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Vorhersagen visualisiertSo heiß wird die nächste Hitzewelle

10.07.2026, 15:43 Uhr Von Laura Stresing
Am-Wochenende-klettern-die-Temperaturen-in-Teilen-Deutschlands-erneut-auf-ueber-35-Grad
Am Wochenende klettern die Temperaturen in Teilen Deutschlands erneut auf über 35 Grad. (Foto: imageBROKER/Michael Weber )

In den kommenden Tagen zieht neue Hitze vom Südwesten über Deutschland. Im Vergleich zu der historisch heißen letzten Juni-Woche klingen die Prognosen zwar nicht so schlimm. Der DWD warnt dennoch vor gesundheitlichen Belastungen. 

Nach mehreren feucht-durchwachsenen und zum Teil recht kühlen Tagen im Norden wird es wieder warm in Deutschland, sehr warm sogar. Denn von Frankreich rollt die nächste Hitzewelle heran und sorgt am Wochenende für Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad. Der Hitzeschwerpunkt liegt dabei zunächst klar im Süden und Westen Deutschlands. Doch auch in den nördlichen Bundesländern werden Anfang nächster Woche Temperaturen von mehr als 30 Grad erreicht. 

Die unten stehende gruppierte Grafik stellt den vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vorhergesagten Temperaturverlauf für ausgewählte Messstationen in den Bundesländern mit einer gestrichelten Linie dar. Demnach geht es schon an diesem Freitag steil bergauf mit den Temperaturen. Mitte nächster Woche erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. In der zweiten Wochenhälfte kühlt es wieder allmählich ab. 

Der Direktvergleich mit den bislang gemessenen Temperaturen an den Stationen (durchgezogene Linie) zeigt zum Glück: Es wird nicht annähernd so heiß wie Ende Juni. Zudem rechnet der DWD mit einer geringeren Luftfeuchtigkeit als bei der historischen Juni-Hitzewelle. Für viele macht das die extremen Temperaturen sicherlich erträglicher. 

Die Wärmebelastung sei dennoch hoch, warnt der DWD. Vor allem im Südwesten gesellen sich zu den Hitzetagen noch tropische Nächte hinzu, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. Diese Kombination ist eine besondere Belastung für den menschlichen Körper. Insbesondere Kinder, ältere und kranke oder geschwächte Menschen leiden darunter. 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht für das laufende Jahr bereits von mehr als 5100 Hitzetoten aus. Zum Vergleich: Zwischen 2023 und 2025 lag die Zahl der hitzebedingten Todesfälle im Schnitt bei „nur“ 2900 pro Jahr. Allein in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni sind dem RKI zufolge schätzungsweise 4310 Menschen an Komplikationen infolge der extremen Hitze gestorben, die Ende Juni herrschte und die vom DWD als historisch eingestuft wird.   

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es in Deutschland noch nie so lange so brütend heiß wie in diesem Jahr. Laut dem europäischen Klimadienst Copernicus sorgte die Hitze sogar in ganz Westeuropa für einen neuen Monatsrekord. Zum Monatswechsel waren die Temperaturen zum Teil deutlich gesunken, wobei die Abkühlung im Norden stärker als im Süden ausfiel. Insgesamt liegen die Temperaturen in diesem Sommer aber weitaus häufiger über dem langjährigen Durchschnitt als darunter.  

Durch den Klimawandel nimmt die Häufigkeit von Hitzewellen und Dürreperioden zu. Schaut man sich die kältesten und wärmsten jemals an einer Station gemessenen Sommer im Detail an, fällt auf, dass die wärmsten Phasen häufig auf die letzten 20 Jahre entfallen. Die kühlsten Sommer hingegen sind oft schon viele Jahrzehnte her. Zwar fällt selbst in dieser neuen Normalität ein Sommer wie dieser, in dem Straßenbahnschienen schmelzen und Autobahnen wegen Hitzeschäden gesperrt werden, aus dem Rahmen. Die Frage ist jedoch: Wie lange noch? Denn so „wie früher“ werden die Sommer ganz gewiss nicht mehr.

Quelle: ntv.de

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