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Startseite»Nachrichten»Diebstahl von Firmengeheimnissen: Apple verklagt ChatGPT-Firma OpenAI
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Diebstahl von Firmengeheimnissen: Apple verklagt ChatGPT-Firma OpenAI

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Diebstahl von FirmengeheimnissenApple verklagt ChatGPT-Firma OpenAI

OpenAI versuche aggressiv, Mitarbeiter abzuwerben und vertrauliche Informationen zu erlangen, sagt Apple. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Mehrere hochrangige Apple-Mitarbeiter sind in den letzten Jahren zu OpenAI gewechselt – und haben angeblich auch Geschäftsgeheimnisse mitgenommen. Das sagt zumindest Apple und verklagt den ChatGPT-Konzern. Das Verfahren kommt zu einem heiklen Zeitpunkt.

Apple wirft dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und zwei ehemaligen Mitarbeitern in einer Klage Diebstahl von Firmengeheimnissen vor. Einer der beiden ist Tang Tan, ein ehemaliger ranghoher Apple-Designer, der heute Hardware-Chef von OpenAI ist. In dieser Funktion spielt er eine zentrale Rolle bei der Arbeit an einem neuartigen Gerät, das die ChatGPT-Firma auf die Nutzung mit Künstlicher Intelligenz ausrichten will.

OpenAI verpflichtete dafür auch Jony Ive, den langjährigen Design-Primus von Apple, der unter anderem maßgeblich die Form von iPhones und MacBook-Laptops prägte. Das dürfte der ChatGPT-Firma geholfen haben, attraktiver für andere Apple-Beschäftigte zu werden. Tang Tan war der ranghöchste Überläufer. Er arbeitete mehr als 20 Jahre bei Apple und verantwortete vor seinem Wechsel das Design des iPhones und der Apple Watch.

Apple vermutet Strategie von OpenAI

Der Klage zufolge kam Apple nach Ermittlungen zu dem Schluss, dass Tan vertrauliche Informationen des iPhone-Konzerns zum Nutzen von OpenAI missbraucht habe. Unter anderem habe er Apple-Mitarbeiter aufgefordert, zu Job-Interviews für Arbeitsplätze bei OpenAI Bauteile des Konzerns mitzubringen. Apple sieht das als Teil einer „Strategie“ von OpenAI, an vertrauliche Informationen des Unternehmens zu kommen.

Der andere verklagte Ex-Mitarbeiter von Apple soll dem Konzern zufolge über einen mitgenommenen Computer bereits als OpenAI-Beschäftigter auf vertrauliche Daten seines früheren Arbeitgebers zugegriffen haben. „Auf allen Ebenen – von Mitgliedern des technischen Personals bis hin zum Chief Hardware Officer – und in Abstimmung mit Geschäftspartnern stiehlt OpenAI Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen von Apple“, heißt es in der 41-seitigen Klageschrift. Von OpenAI gab es zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe.

OpenAI will an die Börse

Apple und OpenAI sind seit mehreren Jahren Partner bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz auf iPhones und anderen Geräten des Konzerns. Apple-Kunden können allgemeine Anfragen, die die hauseigene Sprachassistentin Siri nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterreichen lassen. Medienberichten zufolge hat OpenAI vor einigen Monaten erwogen, Apple wegen Vertragsbruchs zu verklagen. Demnach habe sich die Partnerschaft schlechter entwickelt als von der KI-Firma erwartet.

Die Klage dürfte die Pläne von OpenAI für einen mit Spannung erwarteten Börsengang erheblich erschweren. Das US-Unternehmen ist derzeit vor allem im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) aktiv. Eine Ausweitung des Geschäftsbereiches auf Verbraucher-Endgeräte, die der Markenkern von Apple sind, gilt als möglicher Wachstumsmarkt für OpenAI.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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