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Startseite»Nachrichten»Auch Trump und Netanjahu dabei: Merz auf Vergeltungsliste einer iranischen Zeitung
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Auch Trump und Netanjahu dabei: Merz auf Vergeltungsliste einer iranischen Zeitung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Auch Trump und Netanjahu dabeiMerz auf Vergeltungsliste einer iranischen Zeitung

In der untersten Reihe der Liste derer, die büßen sollen: Bundeskanzler Merz. (Foto: picture alliance / ipa-agency)

Iranische Hardliner dürsten wegen des Krieges gegen ihr Land nach Rache. Die auflagenstarke Tageszeitung „Hamshahri“ erstellt gar eine Liste derjenigen, „die auf die Vergeltung des iranischen Volkes warten müssen“. Mit dabei: der deutsche Bundeskanzler.

Eine auflagenstarke Tageszeitung im Iran hat eine Infografik mit Racheaufrufen gegen 13 Politiker aus dem Westen veröffentlicht – unter ihnen auch Bundeskanzler Friedrich Merz. „Eine Liste derjenigen, die auf die Vergeltung des iranischen Volkes warten müssen“, betitelte das ultrakonservative Blatt „Hamshahri“ den Onlineartikel. „Die Verbrecher werden den Wunsch nach einem ruhigen Tod mit ins Grab nehmen“, heißt es in der Grafik.

Die Zeitung aus der Hauptstadt Teheran veröffentlichte dabei eine Collage, die US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu mit einem Fadenkreuz auf der Stirn zeigt. Auf der Infografik sind zudem die Köpfe europäischer Regierungschefs zu sehen, allesamt in orangefarbenen Shirts, wie sie für US-Häftlinge typisch sind. Unter ihnen befindet sich in der untersten Reihe auch Merz.

US-Außenminister Marco Rubio, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische Premierminister Keir Starmer sind ebenfalls auf der Schautafel zu sehen. In der gedruckten Sonntagsausgabe der Zeitung erschien die Grafik allerdings nicht.

Mit dem Schaubild greift „Hamshahri“ Äußerungen auf, die von Irans neuem obersten Führer, Modschtaba Chamenei, stammen sollen. Dieser hatte am Samstag in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft „Vergeltung“ für den Tod seines Vaters angekündigt. „Diese Vergeltung ist der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden“, erklärte Chamenei. Die „Verbrecher“, deren Namen auf einer Liste stünden, würden „den Wunsch nach einem friedlichen Tod in ihrem Bett mit ins Grab nehmen“, hieß es – so wie später beim Online-Artikel der Zeitung. Konkrete Namen wurden nicht genannt

Ali Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des von Israel und den USA begonnenen Krieges, bei einem US-israelischen Angriff getötet worden. Sein Sohn Modschtaba folgte ihm als geistlicher Führer nach, wurde aber bislang nicht in der Öffentlichkeit gesehen. Der Iran hatte europäischen Staaten während des Krieges vorgeworfen, die Angriffe auf iranisches Gebiet nicht verurteilt oder durch die Freigabe ihres Luftraums für US-Militärflugzeuge unterstützt zu haben.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP/dpa

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