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Startseite»Nachrichten»Giganten-Duelle kein Zufall: Wie die FIFA die WM-Halbfinals mitbestimmt
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Giganten-Duelle kein Zufall: Wie die FIFA die WM-Halbfinals mitbestimmt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Giganten-Duelle kein Zufall

Wie die FIFA die WM-Halbfinals mitbestimmt

Bei der Fußball-WM stehen sich erstmals in der Historie die vier Top-Teams der FIFA-Weltrangliste gegenüber. Das ist kein Zufall, sondern sehr gewollt und beeinflusst vom Fußball-Weltverband. Für die anderen Nationen ist das keine gute Nachricht.

Frankreich gegen Spanien. England gegen Argentinien. Hach, da schlägt das Fußballherz höher. Diese Halbfinal-Paarungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft haben es in sich. Giganten-Duelle sind es, die Top vier der FIFA-Weltrangliste sind die besten vier Teams dieser WM. Die Nummer eins, Frankreich, spielt gegen die Nummer drei. Die Nummer zwei, der amtierende Weltmeister Argentinien, gegen die Nummer vier.

Das hat es in der WM-Geschichte noch nie gegeben. Die Besten setzen sich durch bei der XXL-WM mit 48 Teams. Sie lassen sich nicht aufhalten. Könnte man meinen. Mit einem Aber. Denn der Fußball-Weltverband hat durchaus dazu beigetragen, dass diese vier Nationen nun den Weltmeister unter sich ausmachen. Mit einer Setzliste, wie sie etwa aus Tennisturnieren bekannt ist, nämlich.

„Im Interesse eines Wettbewerbsgleichgewichts“, so wurde es begründet, wurden die Sieger der Gruppen, in denen die vier Teams spielten, in die verschiedenen Viertel des Turnierbaums eingepasst. „Dadurch wird sichergestellt, dass die beiden am höchsten platzierten Teams – sofern sie ihre Gruppen gewinnen – nicht vor dem Finale aufeinandertreffen.“

Festgelegt worden war diese Regelung schon vor der Auslosung der WM-Gruppen Anfang Dezember. Damals führte noch Spanien die Weltrangliste an, gefolgt von Argentinien, Frankreich und England. Sie haben nun zwar ein wenig die Plätze getauscht, aber niemanden an sich rangelassen. Und sie schafften es, wie von der FIFA erhofft, alle ihre Gruppen zu gewinnen – und sich damit tatsächlich früh in der K.o.-Phase aus dem Weg zu gehen.

DFB-Team verliert weiter

Weil etwa das DFB-Team schon gegen Paraguay im Sechzehntelfinale ausschied und Brasilien sowie die Niederlande ebenfalls ausschieden, bevor sie auf eines der Top-vier-Teams treffen konnten, gab es für die Top Vier bis zum Viertelfinale viele Duelle eines Favoriten gegen einen Underdog – mit Ausnahmen natürlich, etwa für England mit den Gegnern Mexiko -im Achtelfinale – und Norwegen – im Viertelfinale.

Seit 1993 gibt es die Weltrangliste, seitdem hat es immer mindestens ein Team, das nicht ganz vorn platziert war, ins Halbfinale geschafft. Dreimal allein Kroatien (3. bei der WM 1998, 2. bei der WM 2018, 3. bei der WM 2022). Klar, die FIFA wird dank der Knaller-Duelle im Halbfinale ihre hohe Aufmerksamkeit bekommen. Und die FIFA hat die Setzliste auch nicht erfunden. Es gibt sie, wie erwähnt, im Tennis. Auch die UEFA wendet sie etwa in der Champions League bereits an.

Für das DFB-Team und andere früh gescheiterte bedeuten die Ergebnisse dieser WM dabei wahrlich nichts Gutes. Die vier Halbfinalisten werden ihren Vorsprung in der Weltrangliste weiter ausbauen. Ihre Macht wird größer. Denn für Siege bei Weltmeisterschaften gibt es besonders viele Punkte für die Weltrangliste, ab dem Viertelfinale gibt es den Höchstwert. Deutschland ist dagegen weiter abgerutscht, steht nur noch auf Platz zwölf.

Noch ist offen, ob bei der WM 2030 vielleicht sogar 64 Teams teilnehmen werden, FIFA-Boss Gianni Infantino plädiert bekanntlich dafür. Denkbar ist, dass dann noch mehr Teams fest gesetzt werden im Turnierverlauf. Je weiter unten in der Weltrangliste die Nation, desto schwerer dürfte der Weg durchs Turnier also werden.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara

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