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Startseite»Nachrichten»Unbemerkte Tests von Scores: Schufa speichert Daten offenbar länger als bisher bekannt
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Unbemerkte Tests von Scores: Schufa speichert Daten offenbar länger als bisher bekannt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Unbemerkte Tests von ScoresSchufa speichert Daten offenbar länger als bisher bekannt

Nach eigenen Angaben verfügt die Schufa über Informationen zu 69 Millionen Menschen. (Foto: IMAGO/Schöning)

Wer eine neue Wohnung sucht oder einen Bankkredit aufnehmen will, braucht dafür einen guten Schufa-Score. Um die Berechnungen zu testen, nutzt die Wirtschaftsauskunftei einem Bericht zufolge alte Daten von Verbrauchern und gibt sie an Firmen weiter – ohne, dass die Betroffenen etwas davon wissen.

Die Wirtschaftsauskunftei Schufa betreibt offenbar eine bislang unbekannte Schattendatenbank mit alten Daten von Millionen Verbrauchern. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine gemeinsame Recherche mit dem NDR berichtet, speichert die Schufa die Daten damit länger als bisher angenommen.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bei den gespeicherten Daten mutmaßlich um Informationen zu alten Krediten und Kreditkarten, Pfändungen und Privatinsolvenzen sowie Schulden. Die Wirtschaftsauskunftei nutze sie, um zu testen, wie gut neu entwickelte Scores funktionieren. Die Ergebnisse gebe die Schufa an Firmenkunden weiter – ohne dass die Betroffenen etwas davon erfahren.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ weiter berichtet, halte die Schufa die zusätzliche Speicherung historischer Daten für rechtens und berufe sich auf gesetzliche Vorschriften. Verbraucherschützer und Juristen sehen das dem Medium zufolge anders und verweisen auf gesetzliche Löschfristen sowie den Grundsatz der Datensparsamkeit. Kritisch sei auch die Weitergabe alter Scores an Firmenkunden sowie das Unwissen seitens der Verbraucher. Der Hessische Landesdatenschutzbeauftragte befasse sich bereits mit der Sache.

Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa sind private Unternehmen, die Daten sammeln, um vorherzusagen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Person in Zukunft ihre Rechnungen pünktlich bezahlen wird. Das Ergebnis dieser sogenannten Bonitäts- oder Kreditwürdigkeitsprüfung geben sie dann in Form von Score-Werten an Händler, Banken oder Versicherungen weiter. Je höher der Wert, umso größer die Kreditwürdigkeit.

Nach eigenen Angaben verfügt die Schufa über Informationen zu 69 Millionen Menschen. Pro Tag würden durchschnittlich 350.000 Auskünfte an Unternehmen erteilt.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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