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Startseite»Nachrichten»Keine Unterschrift für Wahl: DFB verweigert FIFA-König Infantino die Gefolgschaft
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Keine Unterschrift für Wahl: DFB verweigert FIFA-König Infantino die Gefolgschaft

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Keine Unterschrift für Wahl

DFB verweigert FIFA-König Infantino die Gefolgschaft

Gianni Infantino will sich kommendes Jahr auf dem FIFA-Kongress erneut zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes wählen lassen. Auf den Deutschen Fußball-Bund kann er dabei wohl nicht zählen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Präsident Bernd Neuendorf distanziert sich immer mehr vom umstrittenen FIFA-Boss Gianni Infantino. Wie der DFB bestätigte, hat Neuendorf seine Unterschrift nicht unter ein Unterstützerschreiben für die von Infantino angestrebte Wiederwahl beim Kongress des Weltverbandes am 18. März 2027 in Rabat/Marokko gesetzt.

„Der DFB hat kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl von Gianni Infantino unterzeichnet“, teilte der DFB mit: „Weitere Schritte werden im DFB-Präsidium beraten.“ Laut „Bild“-Zeitung warb der für Europa zuständige FIFA-Direktor während der WM-Endrunde in Nordamerika bei den 16 europäischen Teilnehmern für die Unterschrift. Der DFB hat seine Position zur Infantino-Wiederwahl bisher offen gelassen.

Schon beim FIFA-Kongress Anfang Mai in Vancouver hatte Neuendorf ein sofortiges Wahlversprechen an Infantino vermieden. „Die Bewertung einer Kandidatur ist nicht meine alleinige Entscheidung, sondern obliegt unseren Gremien. Daher werden wir uns innerhalb des DFB und gemeinsam mit der DFL mit der Kandidatur beschäftigen und nach dem Ende der Bewerbungsfrist eine Entscheidung treffen“, sagte er damals.

64 Teams bei WM sichern „gerissenem Infantino“ die Macht

Die seit langer Zeit schwelenden Differenzen zwischen dem DFB und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf der einen und der FIFA auf der anderen Seite sind spätestens seit dem „Fall Folarin Balogun“ offen zu Tage getreten. Die UEFA hatte scharf wie selten zuvor das Gebaren der FIFA kritisiert und davon gesprochen, dass eine „rote Linie“ überschritten sei. Neuendorf sagte, dass „dieser Vorgang nicht zu den Akten gelegt werden darf“.

Wiederwahl Infantinos gilt als sicher

Infantino hatte beteuert, dass weder er noch US-Präsident Donald Trump Einfluss auf die Entscheidung der Disziplinarkommission genommen hätten. Das Gremium selbst untermauerte dies und beteuerte seine Unabhängigkeit. US-Stürmer Balogun durfte trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) spielen. Vor der Aussetzung der Sperre durch die Disziplinarkommission hatte Trump bei Infantino angerufen und gebeten, den Fall zu überprüfen.

Die letztmögliche Wiederwahl Infantinos bis zum Jahr 2031 gilt aufgrund der erklärten Unterstützung mehrerer Konföderationen derzeit als sicher. Allerdings hat die Menschenrechtsorganisation FairSquare beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eine zehnseitige Beschwerde gegen Infantino eingereicht. Grund dafür seien mehrere Verstöße gegen die Regeln zur politischen Neutralität. Dabei geht es vor allem um die Nähe des IOC-Mitglieds Infantino zu Trump.

Der DFB hatte Infantino bei dessen letzter Wiederwahl 2023 in Ruandas Hauptstadt Kigali die direkte Unterstützung bei der per Akklamation erfolgten Bestätigung im Amt versagt. Danach habe sich das Verhältnis wieder normalisiert, wie der Verband und Infantino selbst versicherten. Neuendorf wurde in der Vergangenheit oft ein zu unkritisches Verhältnis zum Schweizer Spitzenfunktionär nachgesagt. 

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid

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