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Startseite»Nachrichten»Vier Betroffene in Frankfurt: Mitgereiste Mücke infiziert Airport-Mitarbeiter mit Malaria
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Vier Betroffene in Frankfurt: Mitgereiste Mücke infiziert Airport-Mitarbeiter mit Malaria

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vier Betroffene in FrankfurtMitgereiste Mücke infiziert Airport-Mitarbeiter mit Malaria

Die Betroffenen arbeiten teilweise in der Gepäckabfertigung. (Foto: IMAGO/brennweiteffm)

Ein blinder Passagier in Form einer Mücke sorgt am Flughafen in Frankfurt für Ärger. Das Tier infiziert gleich mehrere Mitarbeiter mit Malaria. In der Regel sind es eigentlich eher Reisende, die hierzulande mit der Krankheit registriert werden.

Vier Beschäftigte des Frankfurter Flughafens haben sich mit Malaria infiziert. Übertragen worden sei die Tropenkrankheit durch eine im Flieger mitgereiste Mücke, sagte ein Flughafensprecher. Trotz Sicherheitsmaßnahmen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Mücke etwa in der Fracht verstecke und beim Erblicken des Tageslichts zusteche.

Die betroffenen Mitarbeiter hatten den Angaben zufolge unter anderem in der Gepäckabfertigung gearbeitet. Ob sie sich im Krankenhaus befinden, teilte der Sprecher nicht mit.

Der letzte Malaria-Fall am Frankfurter Flughafen wurde im Jahr 2023 notiert. Auch an anderen Flughäfen kommt es laut Sprecherangaben immer wieder vereinzelt zu solchen Vorfällen. Malaria ist laut früheren Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine lebensbedrohliche Krankheit, wenn sie nicht behandelt wird. Milde Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Es kann aber auch zu Verwirrtheit, Krampfanfällen und Atembeschwerden führen.

„Seltenes Ereignis“

Malaria wird durch Anopheles-Stechmücken auf Menschen übertragen, wenn diese das Virus zuvor bei einem anderen Stich aufgenommen haben. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gibt es in Deutschland stellenweise Anopheles-Arten, die unter geeigneten Umweltbedingungen Malaria-Erreger übertragen können. Solche Fälle waren aber bislang extrem selten.

Wie das RKI weiter mitteilte, sind in Deutschland fast ausschließlich Reisende von Malaria betroffen, die in einem Malaria-Gebiet durch den Stich einer Mücke infiziert wurden. Jedes Jahr werden mehrere Hundert solcher Malaria-Erkrankungen erfasst. Malaria an einem deutschen Flughafen zu bekommen, sei hingegen „ein seltenes Ereignis“.

Eine Studie, die versuchte, alle Fälle von Flughafen- und Gepäckmalaria von 1969 bis 2024 in Europa zu erfassen, kam auf insgesamt 145 Fälle, 9 davon in Deutschland. Generell nehme die Zahl solcher Fälle zu, deswegen sollte überprüft werden, ob Maßnahmen wie die Desinfektion von Flugzeugen wirklich eingehalten würden und wirksam seien.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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