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Startseite»Nachrichten»100.000 Dollar Profit gemacht?: Mann hinter Trumps Teleprompter wettete auf Reden des Präsidenten
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100.000 Dollar Profit gemacht?: Mann hinter Trumps Teleprompter wettete auf Reden des Präsidenten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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100.000 Dollar Profit gemacht?Mann hinter Trumps Teleprompter wettete auf Reden des Präsidenten

Donald Trump liest bei einer Rede von Telepromptern ab. (Foto: picture alliance / AP Images)

Dass sich Donald Trump und seine Familie am Präsidentschaftsamt bereichern, ist ein offenes Geheimnis. Doch die Korruption im Weißen Haus treibt immer seltsamere Blüten: Ein enger Mitarbeiter profitiert offenbar davon, dass man mittlerweile auf einzelne Worte Trumps wetten kann.

Der Mitarbeiter des Weißen Hauses, der den Teleprompter von Donald Trump bedient, steht im Verdacht, mit Wetten auf Worte in Reden des US-Präsidenten Geld auf einer Vorhersage-Plattform verdient zu haben. Er sei zunächst ohne Bezahlung beurlaubt worden, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bei einer Pressekonferenz. Trump sei unterrichtet worden und denke, es sei „zutiefst bedauerlich und ehrlich gesagt eine Schande“.

Auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket kann man darauf wetten, ob ein Ereignis eintritt. Polymarket ist in den USA nicht zugelassen, Kalshi wird wie eine Börse mit Terminkontrakten von der Handelsaufsicht CFTC reguliert – was wiederum umstritten ist.

Kalshi lässt die Nutzer unter anderem Geschäfte auf die Wahrscheinlichkeit abschließen, dass bei einem Event bestimmte Worte oder Sätze fallen oder ein Thema angesprochen wird. Der Teleprompter-Bediener habe davon bei Trumps Rede zur Lage der Nation im Februar sowie bei anderen Auftritten des Präsidenten Gebrauch gemacht, berichtete der Fernsehsender ABC unter Berufung auf Quellen mit Kenntnis der CFTC-Ermittlungen. Er habe damit mehr als 100.000 Dollar (aktuell rund 87.400 Euro) verdient. Es ist davon auszugehen, dass er vorab Kenntnis vom Text der Rede hatte.

Dem Bericht zufolge deckten die Ermittler sogar Fälle auf, bei denen Perez mitten in einer Trump-Rede von bestimmten Wetten zurücktrat, wenn der Präsident einen Teil der Rede übersprang, der ein Wort enthielt, auf dessen Erwähnung er zuvor gewettet hatte. Auf Anfrage des Senders CNN erklärte ein Sprecher der CFTC, die Behörde könne „eine Untersuchung weder bestätigen noch dementieren“.

Kalshi-Manager Robert DeNault schrieb auf X, dass die Geschäfte dem Dienst aufgefallen seien und man die CFTC selbst eingeschaltet habe. Leavitt sagte, im Weißen Haus gebe es „strikte Ethik-Richtlinien“, aufgrund derer solche Geschäfte verboten seien.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Im April warf das US-Justizministerium einem Soldaten vor, auf der Plattform Polymarket über 400.000 Dollar mit geheimem Wissen über Pläne zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro Anfang Januar verdient zu haben.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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