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Startseite»Nachrichten»Grünen-Chefin zu Waldbränden in Südeuropa: „Wir dürfen unsere Nachbarn nicht alleine lassen“
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Grünen-Chefin zu Waldbränden in Südeuropa: „Wir dürfen unsere Nachbarn nicht alleine lassen“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Braucht rasche Umsetzung“Verheerende Waldbrände: Grünen-Chefin fordert mehr Einsatz für Klimaschutz

Südeuropa kämpft weiterhin gegen gigantische Großfeuer. „Wir dürfen unsere Nachbarn nicht alleine lassen“, meint Grünen-Chefin Franziska Brantner. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

Im Süden Europas fressen sich Waldbrände unermüdlich durchs Land, Zehntausende Menschen mussten bereits fliehen. Katastrophen dieser Art müssten in Zukunft verhindert werden, meint Grünen-Chefin Brantner. Sie will den Fokus auf den europäischen Klimaschutz erhöhen.

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien hat Grünen-Chefin Franziska Brantner mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz gefordert. „Diese Brände zeigen erneut, wie verletzlich unsere Gesellschaften durch die Folgen der Klimakrise geworden sind“, sagte Brantner in Berlin. „Umso wichtiger ist es, jetzt entschlossen zu helfen und gleichzeitig alles dafür zu tun, solche Katastrophen künftig zu begrenzen.“

Die Grünen-Chefin begrüßte es, dass Deutschland bereits Hilfe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzmechanismus angeboten hat. „Aber es braucht eine rasche und konkrete Umsetzung“, mahnte sie. „Welche Löschflugzeuge, Hubschrauber und Einsatzkräfte kann Deutschland konkret und wie schnell zur Verfügung stellen? In Europa dürfen wir unsere Nachbarn in einer solchen Notlage nicht alleinlassen.“

Zehntausende Menschen evakuiert

Brantner äußerte große Betroffenheit angesichts der beispiellosen Waldbrände. „Die Bilder aus Frankreich und Spanien sind erschütternd“, sagte sie. „Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen, die in diesen Stunden um ihre Sicherheit und ihre Zukunft bangen.“

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien zwangen bereits Zehntausende Menschen zur Flucht. Behördenangaben zufolge wurden im Südwesten Frankreichs bis Samstag rund 141.000 Menschen evakuiert. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez betonte, das Land habe noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt. In Spanien wurden laut dem Innenministerium alleine im Raum der Hauptstadt Madrid rund 25.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert.

Ziel ist es „Leben zu retten“

Bei dem Großfeuer nahe Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung: Teile der Gegend westlich der spanischen Hauptstadt waren durch die Waldbrände weiter in Rauch gehüllt. Brandgeruch drang bis ins Zentrum Madrids vor. Nach Regierungsangaben breiteten sich die Flammen aufgrund „erheblich“ besserer Bedingungen nur noch wenig aus. Bei einem Besuch vor Ort sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez, vorrangiges Ziel sei es, „Leben zu retten“.

Zwei von drei Bränden westlich von Madrid waren nach Behördenangaben zuvor zu einem Großfeuer verschmolzen, das sich mit einem weiteren Waldbrand in der benachbarten Region Kastilien und León verbinden könnte. Laut jüngsten Behördenangaben wurden zehn Orte in der Region Madrid evakuiert. In drei weiteren Ortschaften seien die Bewohner aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.

Quelle: ntv.de, kaz/AFP

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