Seit Wochen gibt es immer wieder heftige Niederschläge in Japan – nun traf ein Taifun den Großraum Tokio. Zwei Menschen starben, mehrere werden vermisst. Noch immer drohen Erdrutsche.
In Japan haben mindestens zwei Menschen durch den Taifun „Dujuan“ ihr Leben verloren. Vier Menschen galten im Großraum der Hauptstadt Tokio als vermisst, berichtete der japanische Fernsehsender NHK.
Zwar herrsche dort inzwischen vielerorts wieder sonniges Wetter, der Boden sei aber durch die starken Regenfälle noch aufgeweicht und berge die Gefahr weiterer Erdrutsche.
Der 25. Taifun der Saison hatte in Tokios Nachbarpräfekturen Chiba und Kanagawa Erdrutsche ausgelöst und für Überschwemmungen gesorgt. In Chiba starb ein Mann im Krankenhaus, nachdem sein Bagger von einem Erdrutsch verschüttet worden war, wie lokale Medien berichteten. In Kanagawa kam eine Bewohnerin ums Leben, als ihr Haus von einem Erdrutsch getroffen wurde, durch den Schlamm in das Gebäude strömte.
Bahn- und Flugverkehr beeinträchtigt
Dutzende Häuser in den beiden Präfekturen sowie der ebenfalls betroffenen Präfektur Ibaraki wurden beschädigt. Straßen standen unter Wasser. Auch der örtliche Bahn- und Flugverkehr war zum Teil zeitweise beeinträchtigt.
Wegen des Taifuns endete die Tokyo Game Show, eine der weltweit größten Videospiel-Messen, einen Tag früher als geplant. Auch ein Freiluft-Musikfestival und ein Baseballspiel wurden abgesagt
Der Taifun zog an Teilen der Ostküste vorbei, bevor er in nordöstliche Richtung über das Meer abzog. Heftige Niederschläge sorgen schon seit Wochen immer wieder für Schlagzeilen in dem Inselreich.
