Tun „mit Status unvereinbar“Österreich erklärt vier russische Diplomaten zu „personae non gratae“
Mutmaßliche russische Agenten sollen Kontakt zu Angehörigen des österreichischen Bundesheeres aufgenommen haben. Die Verdachtsmomente erhärten sich jüngst. Wien zieht jetzt Konsequenzen.
Österreich weist vier in Wien akkreditierte russische Diplomaten aus. Aufgrund von Erkenntnissen der österreichischen Sicherheitsbehörden seien Maßnahmen gegen die Diplomaten ergriffen worden, teilte das Außenamt mit. Drei Mitglieder der russischen Botschaft hätten „Tätigkeiten ausgeübt, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar sind.“
Außerdem wurde ein Mitglied der russischen Delegation für militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ausgewiesen. Auch er habe unvereinbare Tätigkeiten ausgeübt, hieß es.
Das Nachrichtenmagazin „Profil“ berichtet von Kontaktversuchen mutmaßlicher russischer Agenten zu Mitarbeitern des österreichischen Bundesheers. Das Verteidigungsministerium habe schon vor zwei Monaten die Mitarbeiter des Heeres davor gewarnt. Daraufhin habe das Ministerium Hinweise erhalten, die sich nun so verdichtet hätten, dass die vier Diplomaten als unerwünschte Personen des Landes verwiesen würden.
Österreich hatte nach Beginn der russischen Vollinvasion im Februar 2022 bereits mehrfach russische Diplomaten ausgewiesen, allerdings in kleinerer Zahl als andere Länder. Dem neutralen Land wird unter anderem von der Nato vorgeworfen, aufgrund seiner laxen Spionagegesetze ausländischen Agenten eine sichere Basis zu bieten.
