Besaß ihr Vater Kinderpornos?Meghan: „Ich hoffe, jetzt verstehen es alle“
Die Nachrichten rund um Thomas Markle Sr. überschlagen sich. Erst heißt es, sein Sohn habe ihn wegen des Besitzes von Kinderpornografie angezeigt. Seine Tochter Samantha und er selbst wehren sich gegen die Vorwürfe. Nun aber belastet auch Herzogin Meghan ihren Vater schwer.
Herzogin Meghans Vater Thomas Markle Sr. steht im Verdacht, kinderpornografisches Material besessen zu haben. Das berichtete zunächst die britische Zeitung „The Sun“. Demnach laufen gegen den 82-Jährigen entsprechende Ermittlungen.
Entdeckt haben soll das angebliche Material sein Sohn Thomas Markle Jr., der Halbbruder der Herzogin von Sussex. Der Fund soll sich dem Bericht zufolge im Haus seines Vaters auf den Philippinen ereignet haben, in dem dieser gelebt hatte, bevor er Anfang 2026 in die USA zurückkehrte. Der 60-Jährige erklärte laut „The Sun“, er habe seinen Vater bei der Polizei angezeigt. „Als ich dieses Material fand, war ich entsetzt. Ich hatte keine andere Wahl, als meinen Vater zu melden“, sagte er der Zeitung.
Er habe seinen Vater jahrelang unterstützt, sich um ihn gekümmert und ihm geholfen, so Markle Jr. Damit sei nun Schluss. Der Sohn half dem Bericht zufolge seinem Vater, seit dieser mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Laut „The Sun“ bestätigte das FBI den Eingang der Anzeige von Thomas Jr., die nun geprüft werde.
Schwester Samantha widerspricht
Samantha Markle, Schwester von Thomas Markle Jr., gab dem gemeinsamen Vater dagegen kurz darauf Rückendeckung. Sie warf ihrem Bruder vor, die Anschuldigungen zu erfinden, um Geld zu verdienen und sich an Thomas Markle Sr. zu rächen.
„An diesen widerlichen Anschuldigungen ist absolut nichts dran. Mein Bruder ist widerwärtig, weil er sich das alles ausdenkt. Er will unseren Vater zerstören. Schämen sollte er sich“, sagte sie der britischen Zeitung „Daily Mail“.
Die 61-Jährige behauptete, ihr Bruder habe erst vor wenigen Wochen begonnen, diese Lügen zu verbreiten – nachdem ihr Vater seine finanzielle Unterstützung eingestellt habe. Es gebe keine Beweise dafür, dass ihr Vater die fraglichen Bilder heruntergeladen habe.
„Widerwärtige Lügen“
Die „Daily Mail“ machte zudem Thomas Markle Sr. selbst in einer Reha-Klinik in Florida ausfindig. Dort solle er lernen, mit einer Prothese zu gehen, nachdem ihm im vergangenen Jahr wegen eines Blutgerinnsels das linke Bein unterhalb des Knies amputiert worden war, schreibt die Zeitung.
Thomas Markle Sr. bezeichnete die Vorwürfe seines Sohnes demnach ebenfalls als „widerwärtige Lügen“ und „das Schlimmste, was mir jemand vorwerfen könnte“. Er sei „schockiert“, „verletzt“ und „bestürzt“ über die Anschuldigungen. „Ich könnte niemals das tun, was mir vorgeworfen wird“, versicherte er und ergänzte: „Ich habe keine Ahnung, warum Tom versucht, mich mit diesen Lügen zu zerstören.“
Laut Thomas Markle Sr. befanden sich die Computer, auf denen das kinderpornografische Material gefunden worden sein soll, schon länger nicht mehr in seinem Besitz. Ähnlich äußerte sich auch seine Tochter Samantha Markle zu dieser Frage. „Die Computer waren zwei Jahre lang nicht in seinem Besitz“, sagte sie. „In diesen zwei Jahren könnte jeder Zugriff auf die Computer gehabt haben. Mein Vater befand sich in einer Rehabilitationsklinik und hatte keinen Zugang zu den Geräten.“
Meghan: „Ich wollte meine Kinder schützen“
Schließlich hat sich inzwischen auch Herzogin Meghan, die Halbschwester von Samantha Markle und Thomas Markle Jr., zu Wort gemeldet. Sie veröffentlichte ein Statement mit Sprengkraft. „Ich bin zutiefst bestürzt über die Nachrichten, die in den letzten 24 Stunden ans Licht gekommen sind, und meine Gedanken sind bei allen Kindern, denen möglicherweise Schaden zugefügt wurde“, heißt es darin.
Die Frau von Prinz Harry führt aus, 2018 habe sie Einblick in einen Brief erhalten, der an die britische Polizei sowie die Abteilung für den Schutz des Königshauses geschickt worden sei. Der Brief habe „beunruhigende und verstörende Vorwürfe gegen meinen Vater“ enthalten. Ihr sei versichert worden, dass diese untersucht würden.
„Ich hoffe, dass nun alle verstehen, dass – trotz der Verzerrungen durch bestimmte Medienberichte im Laufe der Jahre – meine Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm keinen Kontakt zu unseren Kindern zu gestatten, nur einen einzigen Grund hatten: sie zu schützen“, erklärt die Herzogin weiter. Sie habe darauf vertraut, „dass die Behörden dasselbe für andere Familien taten“.
Kein Kontakt seit Jahren
Meghan beendet ihr Statement mit den Worten: „Auch wenn das Ausmaß dessen, was nun aufgedeckt wurde, widerwärtiger ist als man es sich jemals vorstellen könnte, ist es meine aufrichtigste Hoffnung, dass der Gerechtigkeit voll und ganz Genüge getan wird und dass die Sicherheit und der Schutz unschuldiger Kinder weiterhin oberste Priorität haben.“
Es heißt, dass Herzogin Meghan seit den Vorbereitungen auf ihre Hochzeit mit Prinz Harry im Mai 2018 so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater gehabt habe. Thomas Markle Sr. sollte seine Tochter ursprünglich zum Altar führen, nahm jedoch letztlich nicht an der Hochzeit teil. Zuvor hatte es eine Kontroverse um von ihm inszenierte Paparazzi-Fotos gegeben. Hinzu kamen Berichte über gesundheitliche Probleme von Meghans Vater. König Charles III., damals noch Thronfolger, sprang ein und führte die US-Amerikanerin zum Altar. Seitdem gilt das Verhältnis zwischen Meghan und ihrem Vater als zerrüttet.
