Bericht aus Epstein-AktenSchweizer Ex-Model wirft Trump Vergewaltigung vor
Schon einmal erhebt das Ex-Model Beatrice Keul den Vorwurf, dass Trump sie sexuell belästigt haben soll. Einem Bericht über die Epstein-Akten zufolge soll es aber um mehr gehen: Der US-Präsident soll die Schweizerin vergewaltigt haben.
Das ehemalige Schweizer Model Beatrice Keul bezichtigt US-Präsident Donald Trump der Vergewaltigung. Der Vorwurf entstammt einem Bericht der Demokraten im US-Repräsentantenhaus zu den Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Keul bestätigte ihn auf Anfrage des Schweizer „Blick“. Der Vorfall soll sich bereits im November 1993 bei einem Schönheitswettbewerb ereignet haben. Eine Sprecherin des Weißen Hauses erklärte, dass keine der Anschuldigungen stimme. Trump sei mit Blick auf alles, was mit Epstein zu tun habe, „vollständig entlastet“ worden, teilte sie mit.
Neben denen von Keul sollen in dem Bericht die Aussagen weiterer zehn Frauen zu lesen sein. Insgesamt fünf von ihnen werfen Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe im Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Epstein vor. Keul sagte demnach aus, Trump habe sie Ende 1993 anlässlich des Schönheitswettbewerbs „The American Dream Pageant“ im New Yorker Plaza Hotel vergewaltigt, nachdem er ihr zuvor ein US-Visum und einen Studienplatz versprochen hatte. Im Anschluss soll er sie zum Schweigen gebracht haben. Er habe sie sogar in der Schweiz angerufen und seine Angebote erneuert.
Keuls Anschuldigungen sind nicht neu. Bereits vor knapp einem Jahr sagte sie der Schweizer Zeitung „Tagesblick“, dass Trump sie geküsst und begrapscht habe. Eine Vergewaltigung deutete sie seinerzeit nur an – aus Gründen, wie sie später der „New York Times“ sagte. Demnach habe es anonyme Drohungen gegeben. Sie habe daraufhin vor der öffentlichen Nennung von Details zurückgeschreckt. Gegenüber der Schweizer Zeitung „Blick“ verwies sie auf die zahlreichen Anklagen und hohen Schadensersatzforderungen Trumps gegen Medien. Nun habe sich ihre Sicht geändert. Der Ausschuss sei nun bereit, „ein für alle Mal Transparenz zu schaffen“.
Die Veröffentlichung des Berichts fällt in die Endphase des Wahlkampfs in den USA. In gut einer Woche wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner ihr Parlament. Trump selbst steht nicht auf dem Stimmzettel, die Zwischenwahlen sind aber immer auch Referendum über die Politik des Präsidenten.
