„Was zur Hölle?“
United am Boden, aber Trainer Carrick darf vorerst bleiben
Schlimmer kann die Krise bei Manchester United kaum werden – so haben sich das vielleicht auch die Klub-Bosse gedacht. Denn Wackel-Trainer Michael Carrick darf nun wohl doch bleiben. United-Ikone Rooney wütet in Richtung der Spieler.
Teammanager Michael Carrick bekommt trotz der Negativserie beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United offenbar eine weitere Bewährungschance. Der frühere Profi der Red Devils wird Medienberichten zufolge auch beim Premier-League-Spiel am Samstag (13.30 Uhr/Sky) beim FC Chelsea auf der Bank sitzen. Nach acht Spielen in Folge ohne Sieg wird heftig über seine Zukunft spekuliert.
Laut BBC, Sky Sports und anderen Medien darf Carrick aber vorerst bleiben. Am heutigen Dienstag leitete der 45-Jährige, der im Mai als Nachfolger von Ruben Amorim einen Zweijahresvertrag erhalten hatte, auch das Training.
Carrick hatte United in der vergangenen Saison als Interimstrainer auf Platz drei und zurück in die Champions League geführt. In dieser Spielzeit läuft es nicht, Manchester gewann nur zwei der ersten zwölf Spiele. Sieben Punkte aus acht Ligapartien bedeuten den schlechtesten Saisonstart seit 40 Jahren. Der letzte Sieg in der Premier League ist fast auf den Tag genau zwei Monate her, am 30. August wurde Ipswich Town mit 5:2 geschlagen.
Rooney will „Feuerwerk im Hintern“ zünden
United-Legende Wayne Rooney, der noch mit Carrick zusammengespielt hat, nahm sich die Stars zur Brust. Die Spieler müssten per „Feuerwerk im Hintern“ daran erinnert werden, was es bedeutet, für den Klub zu spielen, sagte er im Podcast „Stick to United“. Er würde gerne in die Kabine gehen und die Profis fragen: „Was zur Hölle tut ihr da?“
Der Frust in Manchester hatte sich zunehmend auch auf die Verantwortlichen gerichtet. Auf die Besitzer, namentlich die Glazer-Familie und den britischen Milliardär Jim Ratcliffe, sowie die sportliche Leitung um Direktor Jason Wilcox. Man könne „nicht immer nur den Trainer wechseln, Trainer wechseln, Trainer wechseln“, hatte Verteidiger Lisandro Martínez zuletzt schon in einem viel beachteten Interview angemerkt: „Was ist mit anderen Bereichen?“
Als mögliche Carrick-Nachfolger waren jüngst bereits unter anderem Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann, Antonio Conte und Fabian Hürzeler genannt worden. Laut „Guardian“ sollte der frühere Newcastle-Coach Eddie Howe der Wunschkandidat von Sportchef Wilcox gewesen sein.
Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid
