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Startseite»Betrugsmaschen»Beyoncé, Trump und Epstein: Hinweise auf KI-Bilder
Betrugsmaschen

Beyoncé, Trump und Epstein: Hinweise auf KI-Bilder

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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→Woran erkennt man KI-generierte Bilder oder Videos? Antworten finden Sie im Leitfaden KI-Bilder & Videos.

Die beiden verbreiteten Bilder werden von der KI-Erkennungssoftware Hive jeweils mit 99,9 Prozent als KI-generiert eingestuft. Das zeigen die uns vorgelegten Ergebnisansichten für genau diese Motive. Der Beitrag präsentiert die Darstellungen trotzdem als echte Aufnahmen aus den Epstein-Akten und benutzt eines davon, um Beyoncé eine Verwicklung in den Fall zu unterstellen.

Auf dem ersten Bild ist die Sängerin hinter einem oberkörperfreien Donald Trump und Jeffrey Epstein in einer Flugzeugkabine dargestellt. Das zweite zeigt die Abbilder der beiden Männer an einem Tisch mit Geldscheinen. Der vorgelegte Beitrag trägt das Datum 26. Oktober 2026 und behauptet, die Epstein-Akten seien erneut durchgesickert. Eine überprüfbare Fundstelle für die angeblichen Beweisfotos nennt er im sichtbaren Ausschnitt nicht.

Beitrag präsentiert Bilder von Beyoncé, Trump und Epstein als angebliche Aktenfotos
Die Bilder werden als Enthüllung verbreitet. Die vorgelegten KI-Analysen widersprechen der behaupteten Echtheit.

Beide Bilder erhalten einen KI-Wert von 99,9 Prozent

Die erste Hive-Ergebnisansicht zeigt das Motiv mit Beyoncé und weist 99,9 Prozent für die Kategorie „AI-Generated Image“ aus. Die zweite Ansicht zeigt Epstein mit Geldscheinen neben Trump und denselben Wert. Wir haben diese Ergebnisansichten geprüft; die Tests wurden uns als Screenshots übermittelt und nicht von uns selbst ausgeführt.

Hive-Ergebnisansicht zum Motiv mit Beyoncé: 99,9 Prozent für KI-generiertes Bild
Vorgelegte Hive-Analyse des Bildes mit Beyoncé.
Hive-Ergebnisansicht zum Motiv mit Geldscheinen: 99,9 Prozent für KI-generiertes Bild
Auch das zweite Motiv erhält in der vorgelegten Analyse einen KI-Wert von 99,9 Prozent.

Die Ergebnisse sind deutliche Hinweise auf künstlich erzeugte Bilder. Die Prozentwerte sind automatische Einschätzungen des Erkennungssystems; sie belegen weder den ursprünglichen Ersteller noch das verwendete KI-Modell. Ein verifizierter Erstellungsverlauf liegt uns nicht vor.

Der Verweis auf die Epstein-Akten ersetzt keinen Beleg

Das US-Justizministerium veröffentlicht Unterlagen zum Fall in seiner Epstein Library. Eine konkrete Fundstelle, die diese Bilder mit den veröffentlichten Unterlagen verbindet, konnten wir nicht bestätigen. Eine erfolglose Stichwortsuche allein wäre dafür auch kein Gegenbeweis: Das Ministerium warnt selbst vor technisch bedingten Lücken seiner Suchfunktion.

Der Vorwurf gegen Beyoncé wird im Beitrag aus der dargestellten gemeinsamen Szene abgeleitet. Gerade deren Echtheit wird durch die KI-Analysen jedoch deutlich infrage gestellt. So wird ein mutmaßlich künstlich erzeugtes Bild zur scheinbaren Belastung einer realen Person. Selbst ein echtes gemeinsames Foto würde für sich allein keine Beteiligung an Straftaten nachweisen. Über andere Bilder aus dem Umfeld Epsteins sagt diese Prüfung nichts aus.

BEHÖRDE

US-Justizministerium

Aktualisiert am 11. September 2026

SOCIAL MEDIA

Vom Nutzer vorgelegter Screenshot

Im Screenshot eingeblendetes Beitragsdatum: 26. Oktober 2026

UNTERNEHMEN

Hive – vom Nutzer übermittelter Ergebnis-Screenshot

Ohne Datumsangabe

UNTERNEHMEN

Hive – vom Nutzer übermittelter Ergebnis-Screenshot

Ohne Datumsangabe



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Tom Wannenmacher bei Mimikama, engagiert in der Aufklärung.

Tom Wannenmacher

Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.

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Dr. Heinrich Krämer
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