Ein Jahr lang abgetauchtSarah Ferguson ist wieder da
Ihre Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bringen Ex-Herzogin Sarah Ferguson in Verruf. Über ein Jahr lang zieht sie sich deshalb komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Jetzt wird sie bei einer Gedenkfeier erstmals wieder gesichtet.
Sarah Ferguson hat in London an einer Gedenkfeier für ihren früheren Lebensgefährten Paddy McNally teilgenommen. In der St. Paul’s Church im Stadtteil Knightsbridge nahm die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor Abschied. Der Formel-1-Unternehmer war im Juli im Alter von 88 Jahren gestorben.
Ferguson kam in Begleitung ihrer Töchter Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, auch deren Ehemänner waren dabei. Wie auf Aufnahmen der britischen Zeitung „Daily Mail“ zu sehen ist, trug die 67-Jährige ein marineblaues Kleid und darüber einen Spitzenblazer im selben Farbton. Den Kameras sei sie nicht ausgewichen, heißt es.
Kennengelernt hatten sich Ferguson und McNally Anfang der 1980er-Jahre. Nach dem Tod seiner Frau Anne passte sie als Kindermädchen auf seine beiden Söhne auf. Daraus wurde eine Beziehung, die von 1982 bis 1985 hielt. Ein Jahr später heiratete sie den damaligen Prinzen Andrew.
Zu McNallys Beerdigung im August in Sevenhampton war Ferguson nicht erschienen. Ihre Tochter Beatrice vertrat ihre Mutter stattdessen.
Kompromittierende E-Mails
Ihren letzten öffentlichen Auftritt hatte Ferguson bis dahin am 16. September 2025, als sie mit Andrew die Trauerfeier für Katharine, Herzogin von Kent, in der Westminster Cathedral besuchte. Danach tauchte sie ab. Laut Medienberichten wurde sie seither nur ein einziges Mal gesichtet, in einem Wellnessbereich weit weg von ihrer Heimat.
Der Skandal um Jeffrey Epstein hatte Ferguson eingeholt, nachdem kompromittierende E-Mails aufgetaucht waren. Diese zeigten, dass sie auch nach einer Verurteilung des Sexualstraftäters 2008 wegen der Vermittlung einer Minderjährigen zur Prostitution Kontakt zu ihm gehalten hatte. In einer Mail aus dem Jahr 2011 soll sie Epstein als „überragenden Freund“ bezeichnet haben, in einem anderen Schreiben als den Bruder, den sie sich immer gewünscht habe.
Unterlagen des US-Justizministeriums legen außerdem nahe, dass Ferguson Epstein wenige Tage nach seiner Haftentlassung besuchte. Mit dabei sollen ihre Töchter Beatrice und Eugenie gewesen sein.
Ferguson und Mountbatten-Windsor verloren wegen ihrer Verbindungen zu Epstein ihre Titel und Ehren und mussten aus der Royal Lodge ausziehen. Mehrere Wohltätigkeitsorganisationen trennten sich von ihnen als Schirmherren.
Gegen Andrew ermittelt die Polizei wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens im öffentlichen Amt. Er weist alle Vorwürfe zurück, lebt aber inzwischen auf Marsh Farm auf dem privaten Sandringham-Anwesen von König Charles.
