Berichte über Blitz-Aus
Hannovers Krise droht Sportchef Boldt zu verschlingen
Jonas Boldt kommt erst im Juni mit großen Hoffnungen zu Hannover 96. Fünf Monate und einen Trainerwechsel zu Sandro Wagner später steckt der Zweitligist in einer großen Krise. Der Klub-Boss soll bei Boldt nun den Daumen senken.
Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt steht beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 schon nach fünf Monaten das Aus. Bereits vor der 0:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, dass sich der Aufsichtsratschef Martin Kind von dem langjährigen Vorstand des Hamburger SV abgewendet habe.
Nach Informationen der „Neuen Presse“ und der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ besteht mittlerweile auch eine Einigung zwischen den Gesellschaftern und den Vertretern des Muttervereins Hannover 96 e.V., sich von dem 44 Jahre alten Boldt zu trennen. Boldt selbst hatte nach dem Pokal-Aus noch gelassen auf die Medienberichte reagiert. Auf die Frage in der ARD, ob er in Hannover weiterarbeiten werde, antwortete er: „Ich wüsste nicht, warum nicht.“
Wagner scheitert mit Hannover an Kaiserslautern
Der erfahrene Fußball-Manager war erst im Juni zu dem Aufstiegskandidaten der 2. Bundesliga gewechselt. In der Ligatabelle stehen die 96er nur auf Platz 16. Unter dem maßgeblich von Boldt verpflichteten neuen Trainer Sandro Wagner hat die Mannschaft keines ihrer ersten vier Pflichtspiele gewonnen.
Wagner selbst gab sich nach dem Pokal-Aus betont gelassen und kämpferisch. „Ich bin Familienvater, es gibt anderen Druck in der Welt. Ich habe keinen“, sagte Wagner: „Das spür‘ ich nicht.“ Er sei keiner der lamentiert, der sich bemitleidet. Ich bin jemand, der sagt: Einfach hart arbeiten und wir holen es uns. Irgendwann holen wir es uns, dann holen wir es uns Sonntag. Das ist die klare Marschroute.“

Matthäus springt Wagner zur Seite: „Kein Zauberer!“
Der schwer angeschlagene Boldt hat Wagner bis dato immer den Rücken gestärkt. Er werde trotz der bisher ausbleibenden Ergebnisse an dem Trainer festhalten, ließ Boldt wissen. „Solange ich da bin, auf jeden Fall“, sagte er dem NDR. Die Frage ist, wie lang das noch sein wird.
Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa
