„Sehr hart für meine Familie“
Kimmich gibt emotionales Interview nach Tod seines Vaters
Drei Spiele fehlt Joshua Kimmich dem FC Bayern. Der Führungsspieler trauert um seinen Vater. Zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund ist er zurück – und spricht im Anschluss emotional über seinen Verlust.
Die vergangenen drei Spiele des FC Bayern fehlte Joshua Kimmich wegen des Todes seines Vaters, nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund (2:2) bekannte er nun, dass er schwierige Tage hinter sich habe. „Die letzte Woche war schon sehr hart für meine Familie, auch für mich. Mein Vater hat mich immer begleitet, stand immer an meiner Seite, hat mich immer unterstützt“, sagte er bei Sky nach dem Spiel gegen den BVB. Sein Vater, ergänzte er, habe auch in Phasen an ihn geglaubt, in denen „ich es selbst nicht getan habe“.
Aus diesem Grund, bekannte Kimmich, sei es „schon auch hart, wieder zurückzukommen. Gerade wenn ich auf dem Platz stehe, ist es eigentlich die Zeit, in der ich am meisten an ihn denken muss.“ Dennoch sei es für ihn wichtig gewesen, „auch wieder zurückzukommen, wieder zu versuchen, in den normalen Alltag zu kommen. Auch wenn man sich manchmal wünscht, dass die Welt ein bisschen stehen bleibt, aber sie dreht sich leider und zum Glück weiter. Deswegen bin ich froh, dass ich wieder da bin.“
Kimmich war erst am Freitag wieder ins Teamtraining zurückgekehrt. Gegen den BVB kehrte er nicht nur sofort in die Startelf zurück, sondern führte den FC Bayern direkt auch wieder als Kapitän aufs Feld. Der eigentliche Spielführer Manuel Neuer fehlte wegen einer Fußverletzung und wurde durch Jonas Urbig im Tor vertreten.
Sportvorstand Max Eberl war derweil voller Hochachtung für Kimmich. Er sei „einfach stolz“, einen solchen Spieler beim FC Bayern haben, sagte er bei Sky. „Er kommt ab Mitte der Woche zur Mannschaft zurück. Das Leben ist für ihn und seine Familie ein anderes geworden, wenn man ein geliebtes Familienmitglied verliert. Er stand auf dem Platz wie ein Leader. Das hat mir sehr imponiert. Kimmich hat mir vorher schon imponiert, aber heute nochmal mehr.“
Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid
