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Startseite»Nachrichten»Überkapazitäten vorhanden: Selenskyj sieht Chancen für ukrainische Rüstungsexporte
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Überkapazitäten vorhanden: Selenskyj sieht Chancen für ukrainische Rüstungsexporte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Überkapazitäten vorhandenSelenskyj sieht Chancen für ukrainische Rüstungsexporte

29.04.2026, 08:55 Uhr

Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Selenskyj mit mehreren Monarchien in der Golfregion Verträge über Abfangdrohnen geschlossen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

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Mit einigen Weltregionen macht Kiew laut Selenskyj bereits Drohnengeschäfte. Jetzt sieht der Präsident weitere Möglichkeiten, die Finanzen des Landes aufzubessern. Derweil beklagt Kremlchef Putin ukrainische Angriffe gegen zivile Infrastruktur.

Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. „Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der großen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergäben sich so Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern.

Es gebe bereits mit einigen Regionen der Welt eine besondere Art der Kooperation: Drohnengeschäfte. Selenskyj nannte dabei Europa, den Nahen Osten und den Kaukasus. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Selenskyj mit mehreren Monarchien in der Golfregion Verträge über Abfangdrohnen geschlossen. Mit Deutschland wiederum baut die Ukraine gemeinsam Drohnen – und erst vor zwei Tagen vereinbarte Selenskyj eine Rüstungskooperation mit Aserbaidschan.

Unterdessen hat Kremlchef Wladimir Putin eine angebliche Häufung ukrainischer Angriffe gegen zivile Objekte in Russland beklagt. „Immer öfter werden auch mit Drohnen Schläge gegen zivile Infrastruktur geführt“, behauptete er bei einer Sitzung zu Fragen der Sicherheit bei den bevorstehenden Dumawahlen im Herbst. Er verwies dabei auf die jüngsten Attacken gegen Ölreservoirs in der Schwarzmeerstadt Tuapse.

Die Ukraine hat innerhalb der vergangenen zwei Wochen drei schwere Angriffe gegen Tuapse gestartet. Als nach der jüngsten Attacke in der Nacht zum Dienstag erneut schwere Brände ausbrachen, riefen die Behörden erstmals zur Evakuierung anliegender Straßenzüge auf. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten – auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Schwarze Meer.

Putin sprach in seiner Rede zwar von „potenziell schweren Folgen“ für die Umwelt, dementierte aber, dass es derzeit ernste Gefahren für die Bewohner gebe. Die Behörden hätten alles im Griff, behauptete er nach einer Unterredung mit dem Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew.

Kiew zielt bei seinen Attacken bewusst auf die Ölindustrie, weil Russland mit deren Einnahmen den von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Russland beschießt seit mehr als vier Jahren systematisch das Hinterland des Nachbarn und setzt dazu Drohnen und Raketen ein. Bei den russischen Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört. Nach Darstellung Moskaus werden aber nur militärische und für die Rüstungswirtschaft relevante Objekte in der Ukraine angegriffen.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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