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Startseite»Nachrichten»Wäre „zutiefst ungerecht“: SPD wehrt sich gegen Ende des Solidaritätszuschlags
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Wäre „zutiefst ungerecht“: SPD wehrt sich gegen Ende des Solidaritätszuschlags

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wäre „zutiefst ungerecht“SPD wehrt sich gegen Ende des Solidaritätszuschlags

Der Solidaritätszuschlag war 2021 für einen Großteil der Steuerzahler weggefallen. (Foto: picture alliance / DZBA)

Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich offen für eine Erhöhung der Reichensteuer. Allerdings will er im Gegenzug dafür Maßnahmen ergreifen, die unter anderem Spitzenverdiener entlasten würden. Darunter fällt die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Beim Koalitionspartner kommt das nicht gut an.

Die SPD erwägt, den Reichensteuersatz früher greifen zu lassen und lehnt eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags entschieden ab. „Aus meiner Sicht muss der Reichensteuersatz um mindestens zwei Prozentpunkte erhöht werden und möglicherweise auch etwas früher greifen“, sagte Generalsekretär Tim Klüssendorf dem “Stern„. Eine Erhöhung sei „überfällig“.

Zuvor hatte sich Bundeskanzler Friedrich Merz offen für eine Erhöhung der Reichensteuer gezeigt, diese aber an Bedingungen geknüpft. „Das wäre denkbar, wenn (…) der Steuertarif im oberen Bereich geglättet und etwa der Soli abgeschafft wird“, sagte der CDU-Chef dem „Spiegel“. „Irgendwann muss das ohnehin geschehen. Wir sollten es tun, bevor das Bundesverfassungsgericht uns dazu zwingt.“ Für 90 Prozent der Steuerpflichtigen wurde der Solidaritätszuschlag bereits abgeschafft.

Eine ersatzlose Streichung des Solidaritätszuschlags lehnte Klüssendorf entschieden ab. „Den Solidaritätszuschlag ersatzlos zu streichen, ist zutiefst ungerecht. Das würde auf einen Schlag ein Steuerloch von knapp 13 Milliarden Euro im Jahr reißen“, sagte der SPD-Generalsekretär. Diese Lücke schließen würden dann kleine und mittleren Einkommen, schließlich werde der Solidaritätszuschlag derzeit nur noch von Menschen im Spitzensteuersatz gezahlt.

Der Sozialdemokrat beharrte auf eine spürbare Entlastung für kleine und mittlere Einkommen von mehreren Hundert Euro im Jahr, wie sie Finanzminister Lars Klingbeil zuletzt angekündigt hatte. „Genau so haben wir es verabredet“, sagte Klüssendorf. “Das funktioniert aber nur dann, wenn auch die stärksten Schultern am obersten Einkommensende ihren Beitrag leisten.“ Finanzminister Klingbeil werde „in Kürze“ einen Vorschlag vorlegen, der auch finanzierbar sei. “Jedem muss klar sein, dass es an dieser Stelle eine steuerliche Umverteilung von ganz oben nach unten braucht. Dafür muss die Reichensteuer angehoben werden.“

Quelle: ntv.de, rog

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