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Startseite»Nachrichten»Entgegen dem ursprünglichen Plan: Wal könnte in Kürze freigelassen werden
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Entgegen dem ursprünglichen Plan: Wal könnte in Kürze freigelassen werden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Entgegen dem ursprünglichen PlanWal könnte in Kürze freigelassen werden

Mitglieder der Initiative am Donnerstag beim Buckelwal in einem gefluteten Lastschiff auf See. (Foto: dpa)

Die Initiative, die den wochenlang gestrandeten Wal retten will, berät zur Stunde über dessen Freilassung aus dem Transportkahn. Allerdings noch in der Ostsee. Denn die Lage droht problematisch zu werden.

Dem auf einer Barge vor der dänischen Küste ausharrenden Buckelwal könnte demnächst das Freisetzen bevorstehen. In den späten Nachmittagsstunden werde der Wal möglicherweise entlassen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei. „Das ist aber noch in Abstimmung.“ Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. „Es wird außerdem vorbereitet, dass das Netz relativ schnell entfernt werden kann für den Fall, dass der Wal aus der Barge entlassen werden muss, weil er sich nicht wohlfühlt oder weil es zu gefährlich für ihn ist.“

Aktuell befindet sich der Schlepper mit der angehängten Barge noch ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Am nördlichsten Punkt Dänemarks, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird. Plan der Initiative war eigentlich, das Tier erst in der Nordsee an einer geeigneten Stelle abzusetzen.

Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Küsten gestrandeten Buckelwal hatte am Morgen nach tagelanger Reise fast die Nordsee erreicht. Etwa elf Seemeilen – rund 20 Kilometer – vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt drehte das Schiff dann aber zunächst ab, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war. Grund seien die schwierigen Wetterbedingungen, sagte Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs „Robin Hood“, dem NDR. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der Barge groß, hieß es aus dem Team der Initiative.

Am Dienstag war der wochenlang an der Ostseeküste im Flachwasser liegende Wal in den Lastkahn bugsiert worden. In dem mit Wasser gefüllten Stahlbecken, der vom Schlepper „Fortuna B“ gezogen wird, war das zwölf Meter lange, geschwächte Tier in Richtung Nordsee geschippert worden.

Dänemark würde keine Walrettung versuchen

Sollte das Tier nach dem Freisetzen abermals stranden, würden ihm zumindest die dänischen Behörden nicht helfen. Das dänische Umweltministerium teilte mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien „ein natürlich vorkommendes Phänomen“ und Wale sollten generell „nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört“ werden.

Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen versuchte die private Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen, um ihn lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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