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Startseite»Politik»Kreuzfahrtschiff: Hantavirus wohl von Mensch zu Mensch übertragen
Politik

Kreuzfahrtschiff: Hantavirus wohl von Mensch zu Mensch übertragen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.05.2026 • 12:39 Uhr

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik hat sich die Zahl der Infizierten weiter erhöht. Die WHO geht von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung aus. Spanien will das Schiff anlegen lassen.

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Übertragung von Mensch zu Mensch aus. „Wir vermuten, dass es bei sehr engem Kontakt eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt“, sagte die WHO-Epidemiespezialistin Maria Van Kerhove. Der erste auf dem Schiff erkrankte Passagier habe sich vermutlich infiziert, bevor er an Bord gegangen sei.

Drei Passagiere gestorben, weitere infiziert

Drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs „MV Hondius“ waren nach einem Hantavirus-Ausbruch gestorben, darunter ein Deutscher. Bei zwei der Todesopfer wurde das Virus inzwischen durch Labortests nachgewiesen. Inzwischen gibt es sieben bestätigte oder vermutete Infektionen.

Ein schwer kranker Patient wird in Südafrika auf der Intensivstation behandelt, drei weitere haben leichtere Symptome und befinden sich laut WHO weiterhin an Bord des vor der Küste von Kap Verde liegenden Schiffs.

Spanien will das Schiff anlegen lassen

Rund 150 Menschen – überwiegend aus Großbritannien, den USA und Spanien – harren weiterhin auf dem Schiff aus. Die Behörden von Kap Verde weigern sich, die Passagiere an Land zu lassen. Laut der WHO-Epidemiespezialistin soll das Schiff nun voraussichtlich zu den Kanarischen Inseln fahren. Spanien habe sich bereit erklärt, die „MV Hondius“ anlegen zu lassen, sagte Van Kerkhove. Ziel sei es, den Vorfall zu untersuchen, das Schiff gründlich zu desinfizieren und das Risiko für die verbleibenden Passagiere zu bewerten.

Die UN-Gesundheitsorganisation bekräftigte ihre Einschätzung, dass das Risiko für die Allgemeinheit gering sei. Das Hantavirus wird durch Nagetiere übertragen, etwa wenn Kot und Urin von Mäusen aufgewirbelt und eingeatmet werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist der WHO zufolge selten.

Die „MV Hondius“ hatte ihre als Naturexpedition in die Antarktis beworbene Reise im März in Ushuaia in Südargentinien begonnen. Das Schiff hatte auf seiner Fahrt einige der am meisten entlegenen Orte der Welt besucht, darunter die Insel Tristan da Cunha im Südatlantik.

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