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Alle ohne Hantavirus-Symptome: Deutsche „Hondius“-Passagiere in Eindhoven gelandet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Alle ohne Hantavirus-SymptomeDeutsche „Hondius“-Passagiere in Eindhoven gelandet

Von Eindhoven aus reisen die Deutschen weiter. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der „Hondius“ sind vier deutsche Passagiere in den Niederlanden gelandet. Sie werden in Spezialtransporten nach Frankfurt gebracht und müssen danach in Quarantäne. Was genau passiert, entscheiden die Gesundheitsämter.

Vier deutsche Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind mit einem Evakuierungsflug in den Niederlanden angekommen. Das von der Kanaren-Insel Teneriffa kommende Flugzeug mit insgesamt 26 Passagieren und Crewmitgliedern der „Hondius“ landete am Abend in Eindhoven. Neben Niederländern und Deutschen befanden sich auch Belgier und Griechen an Bord, alle ohne Symptome, wie das spanische Gesundheitsministerium vor dem Abflug mitteilte.

Am Flughafen warteten Spezialisten auf die Evakuierten, darunter Mitarbeiter des Roten Kreuzes sowie der Stadt Eindhoven. Wie die niederländischen Gesundheitsbehörden mitteilten, werden die Passagiere medizinisch untersucht. Die niederländischen Passagiere werden anschließend nach Hause gebracht, wo sie sich sechs Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Die Deutschen sollen zunächst nach Frankfurt gebracht werden. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert. Sie sollen die vier Passagiere am militärischen Teil des Flughafens Eindhoven abholen. Noch in der Nacht geht es in einem sogenannten Sonderisoliertransport nach Frankfurt und anschließend zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer. Über die Maßnahmen entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter.

Häusliche Quarantäne in Baden-Württemberg

Einer der deutschen Passagiere des vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ soll in die Berliner Charité gebracht werden. Nach Angaben der zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt „aus der Region Berlin-Brandenburg“. Eine symptomfreie deutsche Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ soll in Baden-Württemberg in häusliche Quarantäne gehen. Das teilte das Sozial- und Gesundheitsministerium in Stuttgart am Abend mit.

Zuvor waren im Rahmen der Evakuierungsaktion auf der spanischen Urlaubsinsel drei Flugzeuge jeweils mit Spaniern, Franzosen und Kanadiern gestartet. Weitere Maschinen aus Großbritannien, Irland, der Türkei und den USA sollten bis zum Abend folgen. Am Montag sollen eine weitere Maschine aus den Niederlanden sowie ein Flugzeug aus Australien zum Einsatz kommen.

Die „Hondius“ war am frühen Sonntagvormittag in den Hafen von Granadilla auf Teneriffa eingefahren. Auf dem Kreuzfahrtschiff waren zuletzt insgesamt 140 bis 150 Reisegäste, Besatzungsmitglieder und begleitende Experten aus 23 Ländern. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide waren insgesamt sechs Deutsche an Bord.

Laut den jüngsten Angaben der WHO gibt es sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte.

Sobald die Menschen von Bord sind, soll die „Hondius“ ihre Fahrt mit einem Teil der Crew sofort fortsetzen und Richtung Niederlande steuern, unter deren Flagge sie fährt. Erst nach der Ankunft im Hafen Rotterdam soll der Leichnam der an Bord gestorbenen Deutschen vom Schiff gebracht werden. Auch die Desinfektion des Schiffes wird in den Niederlanden vorgenommen. Bis nach Rotterdam ist die „Hondius“ rund fünf Tage unterwegs. Wann sie dort ankommen soll, ist noch nicht bekannt.

Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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