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Startseite»Nachrichten»Amtsmissbrauch hat Folgen: Bruder von Spaniens Premier Sanchez verurteilt
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Amtsmissbrauch hat Folgen: Bruder von Spaniens Premier Sanchez verurteilt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Amtsmissbrauch hat FolgenBruder von Spaniens Premier Sanchez verurteilt

David Sanchez wurde zum Koordinator für Musikkonservatorien ernannt, ein Posten, den es bis dato nicht gab. (Foto: AFP)

Um Spaniens Premier Pedro Sanchez und seine Familie gibt es zahlreiche Vorwürfe korrupten Verhaltens. Sein Bruder, David, wird nun verurteilt. Extra für ihn soll ein Posten geschaffen worden sein, so das Gericht. Von den Vorwürfen will er nichts wissen. Umso härter dürfte ihn das Urteil treffen.

Der Bruder des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez darf nach einem Gerichtsurteil neun Jahre lang keine öffentlichen Ämter mehr bekleiden. David Sánchez wurde von einem Gericht in Badajoz in der westlichen Region Extremadura des Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen, weil er von einer eigens für ihn geschaffenen Stelle im öffentlichen Dienst profitiert haben soll.

Vom Vorwurf der illegalen Einflussnahme wurde er indes freigesprochen. Eine Verurteilung hätte in diesem Fall eine mehrjährige Haftstrafe nach sich ziehen können.

Dem Urteil zufolge war Sánchez mitschuldig daran, dass für ihn widerrechtlich die Position als Koordinator für Musikkonservatorien eingerichtet wurde – eine Stelle, die laut Gericht „weder dringend noch notwendig“ war und nur geschaffen wurde, „um den privaten Interessen ihres Inhabers zu dienen, und nicht dem öffentlichen Interesse“. Solche unethischen Praktiken schadeten demokratischen Einrichtungen und beförderten Korruption und Ungleichbehandlung, schrieb das Gericht in seiner Begründung.

Insgesamt elf Personen angeklagt

David Sánchez hat die Vorwürfe zurückgewiesen, die Staatsanwaltschaft hatte seinen Freispruch beantragt. Die Sprecherin der spanischen Linksregierung, Elma Saiz, sagte vor Journalisten: „Wir hoffen, dass eine höhere juristische Instanz die Unschuld von David Sánchez feststellen wird, von der wir überzeugt sind.“ Der Komponist und Dirigent hatte mit zehn anderen Angeklagten vor Gericht gestanden.

Die spanische Justiz befasst sich seit Längerem mit mehreren Verfahren wegen mutmaßlicher Korruption gegen Politiker und Familienmitglieder im Umfeld des Ministerpräsidenten und seiner Partei. Die Sozialisten erhoben wiederholt den Vorwurf, es gehe bei den Ermittlungen um eine politische Kampagne rechtskonservativer Kreise, zu denen auch Richter und andere Juristen zählten. Dahinter stehe das Ziel, die linksgerichtete Regierung von Sánchez zu stürzen.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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