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Startseite»Politik»Ankündigung zum Unabhängigkeitstag: EU gibt Milliarden für Ukraine frei
Politik

Ankündigung zum Unabhängigkeitstag: EU gibt Milliarden für Ukraine frei

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.08.2026 • 11:42 Uhr

Zum heutigen Unabhängigkeitstag der Ukraine hat die EU neue Finanzhilfen in Milliardenhöhe genehmigt – auch vor dem Hintergrund intensivierter russischer Angriffe. Viele Verbündete der Ukraine treffen sich heute in Kiew.

Anlässlich des Unabhängigkeitstags der Ukraine hat die Europäische Union neue Rüstungshilfen im Wert von 6,1 Milliarden Euro genehmigt. Die Mittel seien für Flugabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radaranlagen vorgesehen, teilte die EU-Kommission mit. Die Genehmigung erfolge vor dem Hintergrund einer Verschärfung der russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen. Allein im Juli seien 376 Raketenangriffe registriert worden.

„Während Russland seine Angriffe verstärkt, weiten wir unsere Unterstützung aus, damit die Ukraine ihre Bevölkerung schützen und ihren Luftraum verteidigen kann“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor geplanten Gesprächen zwischen der Ukraine und ihren Verbündeten. Thema des Treffens: Die weitere militärische Unterstützung im Kampf gegen Russland. Am Unabhängigkeitstag der Ukraine zeige Europa, dass seine Unterstützung unerschütterlich und konkret sei, so von der Leyen.

Geld aus Finanzpaket für Ukraine

Die Finanzhilfen sind Teil eines neuen Unterstützungsdarlehens im Umfang von bis zu 90 Milliarden Euro, von dem 60 Milliarden Euro Militärhilfe vorgesehen sind. Es wird in mehreren Tranchen ausgezahlt und soll der Ukraine die Fortsetzung ihres Abwehrkampfes gegen die russischen Invasionstruppen ermöglichen und das Land vor einer Staatspleite bewahren.

Laut Kommissionsangaben waren zuvor schon Beschaffungspläne im Umfang von rund 16 Milliarden Euro genehmigt worden. Davon wurden bereits etwas mehr als acht Milliarden Euro ausgezahlt. Der Großteil der Beschaffungen soll bei Rüstungsunternehmen aus der EU erfolgen.

„Koalition der Willigen“ kommt zusammen

Zusätzlich beraten die Staats- und Regierungschefs der sogenannten „Koalition der Willigen“ anlässlich des Unabhängigkeitstags der Ukraine in einem hybriden Treffen über das weitere Vorgehen. Rund zehn von ihnen, etwa der neue britische Premierminister Andy Burnham und EU-Ratspräsident António Costa, sind dafür in die ukrainische Hauptstadt gereist. Die übrigen, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, nehmen per Videoschaltung an den Gesprächen teil.

Merz sicherte der Ukraine bereits vorab in einem im Onlinedienst X veröffentlichten Video die weitere Unterstützung Deutschlands im Krieg gegen Russland zu. „Wir stehen fest an der Seite der Ukraine“, sagte der Bundeskanzler. Er würdigte den „beeindruckenden Mut“, mit dem die Ukrainerinnen und Ukrainer „die Unabhängigkeit ihres Landes gegen den brutalen russischen Angriffskrieg“ verteidigten. Sie zeigten der gesamten Welt, was es heiße, für Freiheit und für einen gerechten Frieden einzustehen.

Mit dem Nationalfeiertag am 24. August erinnert die Ukraine an ihre Unabhängigkeitserklärung von der Sowjetunion vor 35 Jahren.

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