Attacke mit Storm Shadow?Ukraine greift offenbar russische Fabrik für Iskander-Raketen an
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf die russische Rüstungsindustrie fort. Laut Berichten soll das Werk Energija in Lipezk das Ziel sein, das Komponenten für Iskander-Raketen liefert. Moskau selbst schweigt zu dem Vorfall.
Das ukrainische Militär hat offenkundig eine Fabrik zur Herstellung von Komponenten für Iskander-Raketen in Russland angegriffen. Nach Angaben des Internetportals Exilenova wurde die Fabrik Energija in Jelez im Bezirk Lipezk von Storm-Shadow-Marschflugkörpern getroffen. Das Portal berichtete von „umfangreichen Zerstörungen“ an einem der Produktionsgebäude. Auf einem Video wird eine Explosion an einem nicht erkennbaren Ort gezeigt.
Von russischer Seite gab es zu dem Angriff auf das Werk keine Angaben. Jedoch berichteten die Staatsagenturen Tass und Interfax von ukrainischen Angriffen auf die Region Lipezk. Während bei Tass lediglich einige Schäden an Autos und Gebäuden durch herabfallende Raketentrümmer erwähnt wurden, berichtete Interfax unter Berufung auf Gouverneur Igor Artamanow von mindestens einem Toten und sechs Verletzten nach einem Angriff auf die Industriezone in Jelez.
Iskander ist ein russisches Waffensystem, das sowohl ballistische Kurzstreckenraketen als auch Marschflugkörper abfeuern kann. Russland führt seit über viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und greift seit einiger Zeit gezielt Ballungszentren mit Raketen und Marschflugkörpern an. Das russische Militär nutzt dabei den Munitionsmangel der ukrainischen Flugabwehr aus.
Nach jüngsten Problemen werden die US-Warnungen vor bevorstehenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge allerdings wieder in vollem Umfang übermittelt. Die Warnungen sind für die ukrainische Luftverteidigung entscheidend. Dem ukrainischen Fernsehsender TSN erklärt Selenskyj, das Satelliten-Internet Starshield von SpaceX funktioniere wieder auch bei einem Tempo von bis zu 420 Kilometern pro Stunde. Die Verbindung war vor einigen Tagen eingeschränkt worden.
