Bald ein Ritter?Robbie Williams steht offenbar vor königlicher Ehrung
Wird Robbie Williams zum Ritter geschlagen? Einem Medienbericht zufolge könnte der 52-Jährige bei den kommenden Neujahrsehrungen berücksichtigt werden. Vor allem sein jahrzehntelanges Engagement für wohltätige Zwecke spricht für eine Auszeichnung.
Aus Robbie Williams könnte bald Sir Robbie Williams werden. Der britische Popstar darf sich offenbar Hoffnungen auf eine Auszeichnung durch König Charles III. machen. Wie die „Sun“ berichtet, hat der Sänger eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer möglichen Ritterwürde genommen: Seine Steuerangelegenheiten sollen nach einer Überprüfung durch die britischen Behörden als unbedenklich eingestuft worden sein.
„Robbies Name wurde eingereicht, und wenn er etwas bekommt, dann wahrscheinlich die Ritterwürde oder möglicherweise einen OBE“, verrät ein Insider der Zeitung. Ein OBE ist eine Auszeichnung des Order of the British Empire, die allerdings nicht mit dem Titel „Sir“ verbunden ist.
Dem Bericht zufolge wurde Williams vom Komitee für Wohltätigkeit und Philanthropie für eine Ehrung vorgeschlagen. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus. Zunächst muss die Nominierung vom zuständigen Hauptkomitee geprüft werden, bevor der Premierminister und schließlich der König darüber befinden. Das britische Cabinet Office wollte sich gegenüber der „Sun“ nicht zu den Spekulationen äußern.
Steuerangelegenheiten standen im Weg
Dass die Steuerbehörde nun offenbar grünes Licht gegeben hat, könnte für Williams entscheidend sein. Denn wer für eine königliche Ehrung infrage kommt, wird zuvor gründlich überprüft. Dazu gehören auch die finanziellen Verhältnisse. „Es ist also ein gutes Zeichen für ihn, dass die Steuerbehörde grünes Licht gegeben hat“, erklärt der Insider.
Genau daran soll eine frühere Auszeichnung gescheitert sein. Bereits 2019 berichtete die „Sun“, Williams sei ein OBE verwehrt worden und sein Name auf einer schwarzen Liste für königliche Ehrungen gelandet. Hintergrund waren Investments bei Ingenious Media. Bestimmte Anlagemodelle des Unternehmens waren von der britischen Steuerbehörde HMRC als Steuervermeidungskonstruktionen eingestuft worden. Laut „Daily Mail“ soll Williams rund zwei Millionen Pfund in entsprechende Modelle investiert haben.
Auch andere britische Prominente, darunter David Beckham, Wayne Rooney sowie das Moderatoren-Duo Ant und Dec, waren von dem Streit um Ingenious betroffen. Beckham wurde nach einer Überprüfung seiner Finanzen im Jahr 2025 schließlich zum Ritter geschlagen.
Inzwischen sollen auch Williams‘ Steuerangelegenheiten geklärt sein. Der Musiker verbringt mit seiner Ehefrau Ayda und den vier gemeinsamen Kindern einen Teil des Jahres in Kalifornien, besitzt aber auch ein Haus in London und soll in Großbritannien Steuern zahlen.
Williams engagiert sich für wohltätige Zwecke
Dass Williams überhaupt für eine königliche Ehrung infrage kommt, dürfte vor allem mit seinem langjährigen sozialen Engagement zusammenhängen. Bereits im Juli 2025 hatte die „Sun“ berichtet, dass der frühere Take-That-Star für die Ritterwürde vorgeschlagen worden sei. Ob es sich bei der aktuellen Meldung um dieselbe Nominierung oder ein neues Verfahren handelt, ist unklar.
Besonders bekannt ist Williams für seine Arbeit mit der Hilfsorganisation Unicef. Gemeinsam mit seinem Freund Jonathan Wilkes gründete er 2006 das Benefiz-Fußballspiel Soccer Aid, bei dem regelmäßig Prominente und ehemalige Fußballprofis gegeneinander antreten. Seit der Premiere kamen dabei mehr als 137 Millionen Pfund für den guten Zweck zusammen. Allein die diesjährige Ausgabe im ausverkauften London Stadium, die der Sender ITV live übertrug, brachte laut „Sun“ mehr als 16 Millionen Pfund für Unicef ein.
Zudem ist er seit Ende der 90er-Jahre mit dem Kinderhilfswerk verbunden. Nachdem er 1998 die Arbeit der Organisation in Sri Lanka kennengelernt hatte, begann er sich für Unicef zu engagieren. 2000 wurde er zum britischen Botschafter ernannt. Ob dieses Engagement nun mit der Ritterwürde belohnt wird, könnte sich schon zum Jahreswechsel zeigen. Dann wird die Liste der Neujahrsehrungen veröffentlicht. Sollte Williams tatsächlich zum Ritter geschlagen werden, dürfte er sich künftig offiziell Sir Robbie nennen.
