Bitterer Verlust
WM-Aus für Nico Schlotterbeck
22.06.2026 | 13:18 Uhr
Beim hart erkämpften 2:1 der deutschen Nationalmannschaft über die Elfenbeinküste verletzt sich Nico Schlotterbeck. Bundestrainer Julian Nagelsmann ahnt schnell Böses. Jetzt ist klar: Für Schlotterbeck ist die WM gelaufen.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko ab sofort ohne Innenverteidiger Nico Schlotterbeck auskommen. Nach Informationen von RTL/ntv erlitt der 26-Jährige von Borussia Dortmund beim 2:1 am zweiten Vorrunden-Spieltag gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk und fällt für acht Wochen und damit den Rest des Turniers aus.
Schlotterbecks Platz an der Seite von Abwehrchef Jonathan Tah wird – wie schon in Hälfte zwei gegen die Ivorer – Antonio Rüdiger von Real Madrid einnehmen. Zuvor hatten auch die „Bild“-Zeitung und Sky über das WM-Aus des BVB-Profis berichtet.
Der DFB hat die Diagnose bisher noch nicht bestätigt. „Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus – leider“, hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann schon nach dem Spiel gesagt. Schlotterbeck war am Samstag zur Pause ausgewechselt worden. Der 26-Jährige hatte sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo verletzt. Für den Dortmunder kam Rüdiger ins Spiel. Der frühere Abwehrchef von Real Madrid hatte sich auf eine WM in der zweiten Reihe eingestellt, rückt jetzt aber wohl ins Zentrum neben Jonathan Tah.
Klopp: „Toni Rüdiger hat das wirklich gut gemacht“
Wichtiger Linksfuß fehlt Deutschland jetzt
Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte schon im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden. Schlotterbecks Ausfall wiegt schwer, Lothar Matthäus sprach bei RTL/ntv von einem „sehr großen Verlust. Die Verletzung ist bitter. Schlotterbeck hat sich mit Tah ganz gut eingespielt.“ Rüdiger aber sei ein „Mann, der jederzeit in die Stammformation gehört“.
Schlotterbeck habe „die Qualität mit dem linken Fuß im Spielaufbau, diese Verlagerungsqualität können wir nicht eins zu eins ersetzen“, analysierte Thomas Müller bei MagentaTV und ergänzte: „Er hat auch diese Stärke in der Offensive bei den Standardsituationen. Da war er ganz klar Zielspieler. Aber Toni kann das auch, das muss sich nur wieder einspielen.“
Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi sagte: „Ich hätte als Trainer lieber gerne einen Linksfuß – auf allerhöchstem Niveau verändert das ein Spiel. Du hast mehr Druck, weniger Zeit, da willst du alle Spieler auf ihren Positionen haben.“ Rüdiger aber habe „jahrelang auf höchstem Niveau gespielt. Ich mache mir da ehrlicherweise keine Sorgen.“
Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid
