Britin in Athen tot aufgefundenPolizei ermittelt Tatverdächtigen nach Leichenfund in Koffer
Im Juli wird in Athen eine Frauenleiche in einem Koffer entdeckt. Die Identifizierung gelingt aufgrund des starken Verwesungszustands anhand von Fingerabdrücken. Nach Angaben der Polizei legt ein Mann ein Geständnis ab.
Die griechische Polizei hat den Mord an einer 38-jährigen Britin aufgeklärt, deren Leiche am 18. Juli in einem Koffer in einem verlassenen Gebäude im Athener Stadtteil Kypseli gefunden worden war. Ein 26-jähriger Mann gestand nach Polizeiangaben die Tat.
Gegen den Mann wird wegen vorsätzlichen Mordes, Raubes und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Nach der Tat soll er die Leiche in einem Koffer zu dem Fundort gebracht und anschließend mit den Bankkarten des Opfers mehrfach Geld abgehoben haben.
Die Identifizierung des Opfers gelang laut Polizei trotz des fortgeschrittenen Verwesungszustands anhand von Fingerabdrücken. Über Interpol und mit Unterstützung der Behörden in den USA, Großbritannien und Schottland wurde festgestellt, dass es sich um eine britische Staatsangehörige handelte. Die Frau war Ende Juni nach Griechenland eingereist und hatte sich zuletzt bis zum 10. Juli bei Bekannten im Raum Piräus aufgehalten, teilte die Polizei weiter mit.
26-Jähriger legt Geständnis ab
Den Ermittlern gelang es nach Auswertung von Videomaterial und weiterer Beweise, den 26-Jährigen als mutmaßlichen Täter zu identifizieren. Er wurde am 30. Juli vorgeführt und legte nach Angaben der Polizei nach langen Vernehmungen ein Geständnis ab. Weitere Einzelheiten zum Tatmotiv wurden zunächst nicht bekannt.
Die Leiche wurde im Athener Stadtteil Kypseli gefunden. Dieser liegt im nördlichen Zentrum der griechischen Hauptstadt, rund vier Kilometer nordöstlich der Akropolis. Der Stadtteil grenzt im Westen an den großen Stadtpark Pedion tou Areos und ist eines der am dichtesten besiedelten Viertel Europas.
